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Folge 7: Du bist schwanger und rauchst?

Veröffentlicht am 06.04.17

Andy und Yvonne beim Podcast-Interview
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In unserem 7. Heldenpodcast reden wir mit Gesundheitsexpertin Dr. Yvonne Hagenlocher über das Thema Rauchen in der Schwangerschaft. Wie schädlich ist es und warum? Was ist dran an dem Gerücht, dass ein Rauchstopp während der Schwangerschaft fürs Ungeborene gefährlich ist? Und was ist wenn nicht die Schwangere, sondern deren Partner raucht. Hat auch dies Folgen für das Kind? Diese und weitere spannende Fragen werden Dir in dieser Folge beantwortet.

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Zusammenfassung

Mütter und werdende Mütter wollen in aller Regel das Beste für ihre Kinder. Daher passen Schwangerschaft und Rauchen ganz und gar nicht zusammen. Denn ungeborene Babys stehen über die Nabelschnur in direkter Verbindung zum mütterlichen Kreislauf. Die durch das Rauchen aufgenommenen Giftstoffe gelangen über diesen Weg direkt zum Ungeborenen. Raucht die Mutter während Schwangerschaft macht sie das Kind somit auch zum Raucher. Da das Kind nach der Geburt vom mütterlichen Kreislauf getrennt wird, macht es einen kleinen Entzug durch. Nach der Geburt sind solche Kinder dann besonders unruhig und nervös. Aber damit ist es nicht getan. Rauchen hat während der Schwangerschaft weitere schwerwiegende Folgen für das Kind. Raucherinnen haben ein deutlich höheres Risiko für Frühgeburten, Fehlgeburten und Missbildungen. Auch der  plötzliche Kindstod, welcher lange nach der Geburt auftreten kann, kommt bei Kindern von rauchenden Schwangeren gehäuft vor. Auch sind solche Kinder einem höheren Risiko für Atemwegserkrankungen wie Asthma ausgesetzt.

Es lohnt sich auch während einer Schwangerschaft aufzuhören

Häufig wird von rauchenden Schwangeren argumentiert, die Entzugserscheinungen seine für das Kind schädlicher als da Rauchen an sich. Aus wissenschaftlicher Sicht ist diese Behauptung jedoch schlicht und einfach falsch. Die hauptsächlich psychischen Entzugserscheinungen sind für den Embryo weit weniger schädlich, als eine neun-monatige Belastung mit Giftstoffen. Ein Rauchstopp macht also nicht nur vor, sondern auch während einer Schwangerschaft Sinn.

Passivrauchen: Die stille Gefahr

Aber wie ist es nun mit dem Passivrauchen. Besonders wenn der Partner während der Schwangerschaft weiter raucht ist die passive Inhalation von Tabakrauch schwer zu vermeiden. Im Endeffekt sind mit ständigem Passivrauchen ähnliche Risiken verbunden, wie durch das direkte Rauchen. Ideal ist es also, wenn sowohl Schwangere als auch Partner mit dem Rauchen aufhört. Dabei kann gegenseitige Motivation und Rückhalt das Aufhören erleichtern. Wenn der Partner sich nicht dazu in der Lage sieht das Rauchen aufzugeben, sollte stets darauf geachtet werden die Schwangere von dem Tabakrauch fernzuhalten. Denn Rauchen ist insbesondre in der Schwangerschaft höchst gefährlich. Ob vor oder der während der Schwangerschaft. Hauptsache aufhören.

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