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Folge 11: Angst den Rauchstopp nicht zu schaffen

Veröffentlicht am 23.05.17

Andy und Dr. Rupp bei Podcasten
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Viele Raucher haben eine enorme Angst vor dem Aufhören, weshalb sie es gar nicht versuchen. Die Angst zu versagen, es nicht zu schaffen und vor allen anderen blöd dazustehen, lähmt sie. Vor allem wenn schon ein oder mehrerer Aufhörversuche gescheitert sind, ist die Angst es wieder nicht zu schaffen, enorm groß. Mit dem erfahrenen Tabakentwöhner Dr. Rupp sprechen wir über diese Ängste und natürlich auch darüber, wie man diese Angst überwindet. Kann man mit Hypnose die Angst überwinden und zum Nichtraucher werden? Antworten auf diese und viele weitere Fragen, erhältst Du in diesem Podcast.

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Zusammenfassung

Die Angst beim Rauchstopp zu versagen ist ein häufig genannter Grund es gar nicht erst zu versuchen. Raucher sind generell sehr kreativ, wenn es darum geht Gründe zu finden warum gerade jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist, um mit dem Rauchen aufzuhören. Die Angst zu versagen wird auch immer wieder als aufschiebe Grund genannt. Aber wie damit umgehen? Wie kann man diese lähmende Angst aus dem Weg räumen?

Ein Spiel mit der eigenen Psyche

Die Schwierigkeiten beim Rauchstopp sind zu einem großen Teil psychologischer Natur. Raucher sind häufig sehr ambivalent. Auf einer Schulter tragen sie ein Engelchen, auf der anderen ein kleines Teufelchen. Das Engelchen weist sie auf all die Gefahren hin, denen sie sich durch das Rauchen aussetzen:  der Raucherhusten, der Lungenkrebs, der frühzeitige Tod. Auf der anderen Seite flüstert ihnen das Teufelchen allerlei Verharmlosungen und Ausreden ins Ohr: So viel rauchst du doch nicht, jetzt ist es auch zu spät um aufzuhören, du schaffst es ja ohnehin nicht. Zwischen diesen inneren Stimmen ist der Raucher hin und her gerissen. Meistens entscheidet er sich, trotz besseren Wissens und Gewissens, für die Stimme des Teufelchens und zündet sich die nächste Zigarette an. In der Rauchentwöhnung ist es wichtig auf diese Ambivalenz einzugehen und die persönlichen Gründe für und gegen das Rauchen zu reflektieren.

Aufhörängste sind häufig irrational

Die Ängste der Raucher decken sich erfahrungsgemäß kaum mit den Erfahrungen von denen erfolgreiche Ex-Raucher berichten. Diese bekunden meistens, dass der Rauchstopp nicht annähernd so grausam und unerträglich war, wie zu zuvor befürchtet. Um die Ängste vor dem Rauchstopp zu mildern kann es helfen diese Erfahrungswerte in Relation zu den eigenen Ängsten zu setzen. Aufhörängste verstärken sich in der Regel, je mehr gescheiterte Aufhörversuche bereits hinter dem Raucher liegen. Das Selbstvertrauen der Raucher sinkt mit jedem weiteren Versuch bis in den Keller. Häufig handelt es sich bei den gescheiterten Versuchen aber um spontane, völlig unvorbereitete Bemühungen.

Eine gute Vorbereitung  mildert die Angst

Wenn man ein wichtiges Projekt vor sich hat bereitet man sich darauf vor, man übt, man holt sich Informationen ein und setzt alle Energie ein um das Projekt zu meistern. Wer einen hohen Berg erklimmen möchte, braucht einen entsprechende Ausrüstung, eine Vorbereitung, eine Karte und so weiter. Wer sich gut vorbereitet fühlt kann sich auch angstfrei auf den Weg machen. Gleiches gilt für den Rauchstopp. Eine sorgfältige Vorbereitung kann dabei helfen die Angst vor dem Rauchstopp zu nehmen. Schnelle, bequeme Lösungen oder Zauberspritzen gibt es, wenn es um das Rauchen geht, leider nicht. Trotz neuer, noch zu erforschender Ansätze, wie Hypnose, ist und bleibt die Verhaltensänderung der wichtigste Teil der Tabakentwöhnung. Dabei wird Schritt für Schritt das alte Verhalten abgelegt und das neue Verhalten geübt. Wer es schafft zehn Mal ohne Zigarette den Kaffee zu trinken, dem fällt es irgendwann nicht mehr schwer. Das Verhalten wurde geändert. Solche Verhaltensänderungen sind sehr gut trainierbar.

Step by step, day by day

Das Sammeln von Informationen, gute Vorbereitung und eine schrittweise Herangehensweise erhöhen die Wahrscheinlichkeit auf einen erfolgreichen Rauchstopp und können dabei helfen, angehenden Nichtrauchern die Angst zu nehmen. Wer sich kleine Etappenziele setzt hat weniger Angst sich auf den Weg zu machen. Wer auf dem Weg zum Nichtraucherhelden immer weiter geht und einen Schritt vor den anderen setzt, wird sein Ziel erreichen. Wer aufgibt und wieder vom bisher erklommenen Berg herunterrutscht, wird weiter rauchen.

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