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Folge 12: Wie gelingt der Rauchstopp?

Veröffentlicht am 07.06.17

Andy und Dr. Rupp beim Podcast-Interview
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Das ist die spannende Frage für viele Raucher. Wie schafft man es nach jahrelangem Rauchen von der Zigarette wegzukommen? Wie soll das gehen? Wie packt man die Sache am besten an? Gibt es Dinge zu beachten die wichtig sind, damit das Projekt Nichtraucher werden auch erfolgreich wird? Antworten auf diese und weitere Fragen erhältst Du von Tabakentwöhner Dr. Rupp. Unser Interview Gast spricht zum einen aus eigener Erfahrung als ehemaliger Raucher als auch als Experte auf dem Bereich der Tabakentwöhnung aus seiner täglichen Praxis.

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Zusammenfassung

Es gibt viele erfolgreiche Ex-Raucher, die aufhörwilligen Rauchern, gerne gewollte oder ungewollte Ratschläge darüber erteilen, wie man den Rauchstopp denn nun angehen soll. Einige stellen dabei ihre Aufhörmethode als die einzig richtige dar. Doch gibt es die eine richtige Aufhörmethode?

Die Kernfaktoren eines erfolgreichen Rauchstopps

In unserer Erfahrung gibt es einige Kernfaktoren, die die Erfolgswahrscheinlichkeit eines Aufhörversuches prädestinieren. Das Einholen von Informationen, sowie eine Analyse der einen Motivation stellen einen soliden Grundstein eines erfolgreichen Rauchstopps dar. Essenziell ist auch der Ansatz der Verhaltensänderung. Raucher haben sich meist über lange Zeit Verhaltensweisen antrainiert, die es in der Tabakentwöhnung zu durchbrechen gilt. Zuletzt können auch Medikamente bei einer starken Sucht einen wichtigen Faktor darstellen, wenn dies aus suchtmedizinischer Sicht gerechtfertigt ist.

Zählt allein der Wille?

Viele ehemalige Raucher entgegnen dem, dass allein der Wille zähle. Sie raten den Rauchern, einfach sofort die Zigarettenschachtel wegzuwerfen und aus reiner Willenskraft rauchfrei zu bleiben. Ein spontaner Entschluss kann sehr stark sein und zu einem erfolgreichen Rauchstopp führen. Wenn man die Zahlen anschaut, bemerkt man allerdings, dass diese Erfolgsgeschichten die Ausnahme der Regel darstellen. Allein drei bis fünf Prozent der Raucher, die allein an Hand der Willensmethode aufgehört haben, sind nach einigen Wochen und Monaten noch rauchfrei. Die Erfolgschancen sind bei dem spontanen-, Willenskraft-Ansatz also sehr gering.

Alte Gewohnheiten ausmerzen

Besser sehen die Erfolgschancen bei einem vorbereiteten Rauchstopp aus. Denn das Rauchen begleitet den durchschnittlichen Raucher bereits viele Jahre und Jahrzehnte. Die Verhaltensweisen haben sich nach so langer Zeit schon fest eingeschliffen. Es haben sich Automatismen ausgebildet und das Rauchen ist ein fester Bestandteil des Lebens geworden. In solchen Fällen ist es sehr schwierig von heute auf morgen eine so gefestigte Gewohnheit aufzubrechen. Hier ist es sinnvoll sich gut auf den Rauchstopp vorzubereiten. Man kann damit beginnen ich selbst einige Grundsatzfragen zu stellen. Zum Beispiel: wieso möchte ich aufhören, was möchte ich in meinem Leben noch erreichen, oder was wünsche ich mir für meine eigene Gesundheit? Wenn man diese Dinge mit sich selbst geklärt hat, benötigt man das technische Rüstzeug um aufzuhören. Dazu gehört alles, was einem beim Rauchstopp helfen kann, alles was den Weg zum Nichtraucher erleichtern könnte. Es kann dabei helfen ein festes Datum für den Rauchstopp einzuplanen und bis dahin alle Vorbereitungen zu treffen. Beliebt sind zum Beispiel Silvester oder Geburtstage. Man sollte den Rauchstopp allerdings nicht zu weit hinauszögern. Viele Raucher schieben, auf der Suche nach dem perfekten Zeitpunkt, den Rauchstopp über ihr ganzes Leben vor sich her. Dabei kann der Grund, aus dem der Rauchstopp gerade jetzt nicht möglich ist, sehr kreativ sein. Auf der anderen Seite verpasst ein Raucher so eine ganze Menge guter Chancen zum aufzuhören und vergiftet in all der Zeit seinen Körper konstant weiter.

Rauchfrei bleiben durch Kummerkasten und Anstandsdame

Es kann auch sinnvoll sein, für den Aufhörversuch, eine vertraute Person mit ins Boot zu holen. Eine solche Person kann auf der einen Seite als Kummerkasten und Notfalltelefon dienen und auf der anderen Seite als Anstandsdame fungieren. Diese Person kann beispielsweisen Aufpasser auf bestimmten Veranstaltungen spielen. Partys oder Feten auf denen Alkohol getrunken wird, sind oftmals Anlässe für Rückfälle. Ein solcher Aufpasser kann dabei helfen solche Risikosituationen rauchfrei durchzustehen.
Letztendlich ist eine sorgfältig vorbereitete Entwöhnung, die auf eine Verhaltensänderung abzielt der erfolgreichste Ansatz für einen Rauchstopp. Darüber hinaus können die hier erwähnten Tipps und Tricks als zusätzliche Unterstützung dienen.

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