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Folge 13: Wie wichtig ist die Motivation für den Rauchstopp?

Veröffentlicht am 22.06.17

Andy und Dr. Rupp beim Podcast-Interview
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Ist ein Versuch mit dem Rauchen aufzuhören direkt zum Scheitern verurteilt, wenn die nötige Portion Motivation fehlt? Warum spielt die Motivation – die Gründe warum ich aufhören möchte – so eine große Rolle? Was kann man denn tun, um seine Motivation beim Rauchstopp hochzuhalten? Wir sprechen mit dem erfahrenen Tabakentwöhner Dr. Rupp über das Thema Motivation beim Rauchstopp. Hole Dir Tipps für Deine Motivation und Deinen Rauchausstieg!

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Zusammenfassung

Motivation ist der Motor für viele Errungenschaften die wir im Laufe des Lebens erlangen. Sei es der Schulabschluss, der Führerschein oder Berufsabschluss. Vielen Rauchern fehlt allerding die Motivation zum Aufhören. Auf der einen Seite wissen sie, dass Rauchen nicht gesund ist und dass es vermutlich besser wäre aufzuhören, auf der anderen Seite sind sie nicht ganz motiviert um dieses Thema in Angriff zu nehmen. Sie sind ambivalent was das Rauchen angeht. Sie kennen die Nachteile, reden sich aber auch eine ganze Menge Entschuldigungen ein, die ihr Verhalten rechtfertigt. Ein erster Schritt ist es, diese Ambivalenz überhaupt zu erkenne und dann mit oder ohne Unterstützung, beide Seiten zu analysieren. Wenn der Raucher sich dann fest für eine Seite entschieden hat, kann Tabakentwöhnung überhaupt erst beginnen. Erst wenn der Raucher die Warum-Frage für sich ausreichend geklärt hat, kann er sich dem Wie widmen. Auch professionelle Tabakentwöhner können dabei helfen die eigen Ambivalenz zu erkenne und sie zu durchbrechen.

Intrinsische vs. Extrinsische Motivation

Es gibt allgemein zwei Arten der Motivation: Die intrinsische und die extrinsische Motivation. Bei der extrinsischen Motivation rührt der Antrieb von äußeren Faktoren. Dies kann eine Belohnung oder eine Strafe sein, die in Aussicht gestellt wird. Dies kann beispielsweise ein Stück Schokolade sein, das die Mutter  ihrem Kind gibt, wenn es die Hausaufgaben erledigt. Oder die Ausgangssperre die verhängt wird, wenn das Zimmer nicht aufgeräumt ist. Intrinsische Motivation hingegen stammt aus dem inneren der Person selbst. Die Aufgabe und das Ziel sind hier per se die Motivation. Intrinsische Motivation entsteht wenn die Gründe und Ziele genau bekannt sind und attraktiv genug erscheinen, um zu handeln. Im Zusammenhang mit dem Rauchstopp, trägt die intrinsische Motivation stärker zum Erfolg bei als die extrinsische Motivation. Wer seine eigenen Gründe fürs Aufhören kennt hat eine nie versiegende Motivationsquelle. Je mehr dritte Personen, wie der Ehepartner, die Kinder oder der Tabakentwöhner, auf den Raucher einreden und ihm Argumente fürs Aufhören präsentieren, desto mehr Gründe fürs Weiterrauchen wird der Raucher dem entgegenhalten. Die intrinsische Motivation ist also die Basis auf der weitere Tabakentwöhnung aufbauen kann.

Angst als Motivation

Die Gesunheitsindustrie hingegen setzt zu einem großen Teil auf Angst als Motivationsfaktor. Jeder kennt die Bilder und Hinweise auf Zigarettenschachteln, die klar dazu dienen abzuschrecken und die Raucher durch Angst, zum Aufhören zu motivieren. Angst kann als Motivation dienen, sie ist aber weniger effektiv als die Motivation die durch positive Zielsetzung resultiert. Positive Ziele sind zum Beispiel die Steigerung der Leistungsfähigkeit, ein langes und gesundes Leben, eine positiver Vorbildfunktion für Kinder und Enkelkinder, Freiheit und Selbstbestimmung. Solche intrinsische und positive Ziele tragen weiter als Angst.

Die ultimative Frage

„Was will ich mit mir selber anfangen? Wie will ich mit meinem Körper umgehen?“ sind die große, zentralen Fragen bei der Tabakentwöhnung. Die großen Gesundheitsthemen sind Stress, Schlaf, Bewegung und Ernährung. In all diesen diesen Bereichen ist wohl kaum jemand perfekt. Aber keine andere Verhaltensweise ist für sich genommen so ungesund und schädlich für den Körper, wie das Rauchen. Man führt sich mehrmals täglich über 5000 chemische Substanzen zu. Wer da zu dem Schluss kommt: „Nein! Das möchte ich nicht mehr“, hat schon einen starken Motivator um sein Verhalten zu ändern.

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