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Folge 6: Rauchen und Sport - ein Widerspruch?

Veröffentlicht am 30.03.17

Andy und Falk beim Podcast-Interview
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Das Rauchen ungesund und Sport gesund ist, weiß wohl jeder. Wie passen Rauchen und Sport daher zusammen? Warum gibt es Sportler, die Rauchen? Wie wirkt sich das Rauchen auf die sportliche Leistung aus? Kann der Sport die negativen Folgen des Rauchens aufheben? All diese Fragen beantwortet Dir Sportwissenschaftler Falk Müller in dieser Podcast-Folge. Viel Spaß beim Anhören!

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Zusammenfassung

Passen Sport und Rauchen zusammen? Nein! Denn wieso machen wir Sport? Um uns wohl zu fühlen, um fit zu bleiben und um lange gesund zu sein. Rauchen bewirkt das genaue Gegenteil. Durch das Rauchen fühlen wir uns schlechter, unsere Fitness lässt nach und im schlimmsten Fall schadet es unserer Gesundheit. Trotzdem sieht man es immer wieder: aktive, junge, sportliche Menschen die rauchen. Wie geht das zusammen?

Rauchen schadet der Kondition

Gar nicht, denn langjähriges Rauchen setzt der Lunge ungemein zu. Vor allem der im Tabakrauch enthaltene Teer setzt sich in der Lunge ab und schränkt die Lungenfunktion massiv ein. Die Lunge kann nicht mehr so arbeiten wie sie es eigentlich sollte. Kurz nach dem Rauchen einer Zigarette steigt außerdem der Blutdruck kurzfristig an. Dadurch muss das Herz mehr Leistung erbringen und die Herzfrequenz wird erhöht, denn das Herz muss ständig gegen den höheren Druck der Gefäße ankämpfen. Das kann dazu führen, dass man plötzlich 10-20 Herzschläge mehr in der Minute hat. Das wirkt sich auf die sportliche Leistungsfähigkeit aus. Aber nicht nur das. Als Raucher ist man diesem Ausgleichsmechanismus des Körpers permanent ausgesetzt. Dem Körper, insbesondere dem Herz-Kreislauf-System wird also permanent geschadet. Außerdem wird durch das Rauchen Kohlenmonoxid inhaliert, das bei der Verbrennung entsteht. Dadurch erhöht sich die Kohlenmonoxid- Konzentration im Blut. Als Folge wird die Funktion der roten Blutkörperchen eingeschränkt. Diese können dann weniger Sauerstoff zur Muskulatur transportieren. Die Ausdauerleistung verschlechtert sich somit durch das Rauchen kurz-und langfristig.

Wie Sport Deinen Rauchstopp erleichtert

Es gibt zwar  rauchende Sportler- gar Leistungssportler, man sollte daraus jedoch nicht folgern, dass Rauchen die Fitness steigert. Rauchen verschlechtert die Kondition. Dieselben Sportler wären als Nichtraucher noch leistungsfähiger als sie es sind. Anders  herum kann Sport allerdings dabei helfen mit dem Rauchen aufzuhören. Sport lenkt ab. Man hat während des Trainings mit dem eigenen Körper zu tun und hat weniger mentale Kapazitäten um ans Rauchen zu denken. Dabei reichen schon kleine körperliche Betätigungen aus, um von der Zigarette in bestimmten Situationen abzulenken. Sport ist also eine hervorragende Ablenkungsstrategie für den Rauchstopp. Außerdem kann Sport den Dopamin Kick ersetzen den man sonst durch das Rauchen erfährt. Diese Dopamin Ausschüttung nach dem Training kann mitunter stärker sein, als der nach einer gerauchten Zigarette.

Tu was Dir Spaß macht

Um nach oder während des Rauchstopps eine Fitnessroutine zu etablieren, ist es zuallererst wichtig herauszufinden, welcher Sport einem persönlich Spaß macht. Dabei ist es hilfreich viele Sportarten auszutesten. Wie wäre es mit einer Runde Walken oder Joggen mit der Freundin? Mit einem kleinen Probetraining im Fitnessstudio? Oder wie wäre es mit einem online Fitnessprogramm für schlechte Wettertage. Es lohnt sich vieles auszuprobieren, denn wenn eine Sportart wirklich Spaß macht, hat man wenig Probleme sie dauerhaft auszuüben. Wenn man sich hingegen quält wird es schwierig über lange Zeit am Ball zu bleiben. Es lohnt sich mit dem Rauchen aufzuhören. Rauchen und Fitness passen nicht zusammen und durch den Rauchstopp kann die Fitness erheblich gesteigert werden.

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