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Folge 16: Was hat Rauchen mit Selbstmanagement zu tun?

Veröffentlicht am 03.08.17

Andy und Thomas beim Podcast-Interview
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Eine ganze Menge! Wenn diese beiden Themen für Dich auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, dann lass Dich vom Gegenteil überzeugen. Im Interview mit Experte Thomas Mangold, wirst Du erfahren was es heißt, effizient und effektiv zu arbeiten und welches Problem hier das Rauchen darstellt. Thomas hat früher selbst geraucht und kennt diese „schlechte Angewohnheit“ und ihre Tücken also bestens. Er ist außerdem Sport-Mentaltrainer und gibt Dir hilfreiche Tipps aus seiner langjährigen Erfahrung mit Profisportlern. Er erzählt Dir, wie Du Dich motivieren und mental stark für den Rauchstopp machen kannst.

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Zusammenfassung

Auf den ersten Blick hat Selbstmanagement recht wenig mit dem Rauchen zu tun. Auch den zweiten Blick aber umso mehr. Denn Selbstmanagement verfolgt im Grunde das Ziel, mehr Zeit für die wichtige Dinge im Leben zu haben. Um das zu erreichen, sollte man versuchen die eigene Arbeitszeit produktiv, effektiv und effizient zu gestalten. So hat man mehr Zeit für die schönen Dinge im Leben, wie Freunde, Familie und Hobbies. Verschiedenste Tipps und Tricks im Bereich des Selbstmanagements können einen dabei helfen, genau das in die Tat umzusetzen.

Raucherpausen rauben Deine Produktivität

Um effektiv und effizient arbeiten zum können ist beispielsweise ein gute Pausengestaltung von großer Bedeutung. Wer sich während der Arbeit kurze, erholsame Pausen gönnt, kann in der Arbeitszeit konzentrierter arbeiten. Raucher tendieren allerdings dazu, jede kleine Pause dazu zu nutzen an ihre Zigarette zu kommen und hetzten dafür andauern in den Hof oder in die Raucherkammer. Dies ist nur selten entspannend, und man ist häufig  nach der Pause gestresster als davor. Besser wäre es regelmäßig kleine Mikropausen einzulegen. Das heißt sich etwa alle 20 Minuten mal kurz zu strecken, die Augen zu schließen oder tief durchzuatmen. Etwa alle 2 Stunden ist es für die Produktivität von Vorteil eine etwas längere Pause einzulegen, in der man auch den Computerarbeitsplatz verlässt und sich kurz bewegt. Ziel ist es sich schnell zu erholen und sich nach der Pause etwas vitaler zu fühlen. Einige Raucher würden dem entgegen, dass das Rauchen in dieser Hinsicht von Vorteil ist, da es einen dazu zwingt regelmäßige Pausen einzulegen. Jedoch lassen sich Raucher von ihrer Sucht die Pausen auf diktieren. Bei Raucherpausen geht es häufig darum, den Stress der durch das Nichtrauchen entsteht, durch eine Zigarette zu kompensieren. In einer Welt voller Ablenkungen und Störungen kann dies fatal sein. Der innere Stress der durch die Sucht entsteht ist eine weiter Störung der Raucher wieder und wieder nachgeben müssen. Durch eine Ablenkung wie eine Raucherpause kann es bis zu 20 Minuten dauern, sich wieder in die Aufgabe oder Materie hineinzufinden. Wenn Raucher nun aber alle 30 Minuten eine Raucherpause einlegen müssen, stört das den Arbeitsfluss maßgeblich. Viel sinnvoller ist es die Pausen bewusst zum Ausgleich bei Erschöpfung und nachlassender Konzentration zu nutzen.

Mit mentalem Training zum Nichtraucher werden

Nicht nur gute Planung, sondern auch mentale Stärke und Ausdauer sind wichtige Aspekte des Selbstmanagements. Also Pläne und Ziele auch in schweren Zeiten zu verfolgen. Die dafür entwickelten mentalen Werkzeuge, können auch für angehende Nichtraucher von großem Nutzen sein. Im Mentalen Training wird häufig der sogenannte neun-Punkte Plan verwendet. Viele dieser Punkte können gut auf das Rauchen bzw. das Nichtrauchen übertragen werden. Der erste Punkt lautet: Kenne Dein warum. Was sind die Gründe fürs Nichtrauchen? Diese Punkte sind von Person zu Person unterschiedlich und die Reflexion dieser Punkte, am besten schriftlich, kann immens dabei helfen, auch in schweren Zeiten motiviert zu bleiben. Wer die eigenen Gründe kennt und verschriftlicht, hat immer einen Notanker, an dem er sich, zum Beispiel nach Rückfällen, festklammern kann. Die Argumente wirken umso stärker, je spezifischer sie sind. Die Gründe grob im Hinterkopf zu haben reicht für die meisten Personen nicht aus, um daraus Motivation zu Schöpfen.

Setz Dir Prioritäten


Ein anderer Punkt aus dem neun-Punkte Plan ist die Setzung von Prioritäten. Wer an wenigen Strängen zieht, kann umso mehr Energie auf die einzelnen Ziele richten. Für viele ist es überfordernd neben dem Nichtraucher werden, noch mit dem Sport anzufangen und sich plötzlich supergesund zu ernähren. Also lieber einen Fuß vor den anderen setzen. Erst Nichtraucherheld werden. Alles andere kann danach angepackt werden.
Ein weiterer Tipp aus dem mentalen Training ist die Technik der Visualisierung. Bei der Visualisierung wird ein konkretes Bild im Kopf kreiert. Man versucht sich vorzustellen wie das eigene Leben aussehen könnte, sobald man sein Ziel erreicht hat. Kein Raucherhusten, keine stinkende Kleidung, keine Atemlosigkeit beim Treppen steigen und so weiter. Je bildlicher, desto besser. Dieses Ritual der Visualisierung sollte am besten regelmäßig durchgeführt werden. Sich bewusst zwei Mal am Tag für ein bis zwei Minuten die Zeit zu nehmen, die Augen zu schließen und sich das neue Leben vorzustellen, ist eins der mächtigsten Tools um ein herausforderndes Ziel zu meistern.

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