Rauchen aufhören - Studie & Statistik: Aktuelle Zahlen zum Rauchstopp & Rauchfrei-Apps


Rauchen ist und bleibt ungesund – das weiß fast jeder. Trotzdem ist der Rauchausstieg für viele Raucher schwierig. Wir haben in einer Studie zum Thema Rauchen aufhören untersucht, wieso die Rauchstoppversuche scheitern, welche Hilfsangebote genutzt werden und ob Raucher die „App auf Rezept“ zur Unterstützung beim Rauchstopp nutzen würden. Lies hier die Ergebnisse unserer Studie zum Rauchen aufhören mit aktuellen Zahlen zum Rauchstopp.

von Larissa Hillenbrand


Warum eine Studie zum Rauchen aufhören?


Trotz des Aufdrucks „Rauchen kann tödlich sein" greifen rund 20 Millionen Menschen regelmäßig zur Zigarettenschachtel. Doch viele Raucher möchten rauchfrei werden und haben bereits Aufhörversuche gestartet. Aber die Sucht nach dem Glimmstängel ist stark und der Rauchausstieg erscheint schwierig. In unserer Studie zum Thema Rauchen aufhören wurden Raucher über ihr Raucherverhalten bzw. ihre Aufhörversuche befragt. Wir wollen ergründen, wieso die Aufhörversuche oft scheitern und professionelle Hilfsangebote nicht in Anspruch genommen werden. Außerdem untersuchen wir das Themengebiet Rauchfrei-Apps als Unterstützungsmöglichkeit beim Rauchstopp, besonders im Hinblick auf das neue digitale Versorgungsgesetz wodurch es „Apps auf Rezept“ geben wird.


Rauchstopp Zahlen: 93% der Raucher wollen aufhören


Die große Mehrheit der befragten Raucher will mit dem Rauchen aufhören. Dabei möchte die Hälfte sogar innerhalb der nächsten 4 Wochen zum Nichtraucher werden . Die Motive dafür sind vielfältig und oftmals gibt es mehrere Gründe für den einzelnen Raucher, die für den Rauchstopp sprechen. 87% der Befragten möchten der Gesundheit zuliebe aufhören, dabei haben 37% sogar bereits gesundheitliche Beeinträchtigungen durch das Rauchen. 61% wollen nicht mehr abhängig von der Zigarette sein. Auch der finanzielle Aspekt scheint eine Rolle zu spielen: Knapp die Hälfte möchte mit dem Rauchausstieg Geld sparen. Auch die eigene Familie ist ein Aufhörgrund. 19% der Befragten möchten ohne Zigaretten ein gutes Vorbild sein.

 

Bereitschaft und Gründe für das Rauchen aufhören

Stresssituationen sind die größten Herausforderungen beim Rauchausstieg


91% der befragten Teilnehmer haben in der Vergangenheit versucht mit dem Rauchen aufzuhören. Dabei haben 32% schon mindestens 3 Anläufe gestartet. Gründe für den Misserfolg der Aufhörversuche gibt es viele, die auch in Kombination auftreten: Die meisten scheitern an Stresssituationen (64%) und einem zu großen Rauchverlangen (58%). Rauchen ist eine tiefsitzende Gewohnheit, die nur durch ein Verhaltenstraining abgelegt werden kann und besonders in Stresssituationen zu Schwierigkeiten führt. Auch zu viele Raucher im eigenen Umfeld, die Entzugserscheinungen und fehlende Unterstützung verhindern laut den Studienergebnissen den erfolgreichen Rauchausstieg.


Nur wenige Raucher nutzen Nichtraucherkurs vor Ort


Es gibt zahlreiche Angebote, die beim Rauchstopp helfen sollen. Am meisten wurde von den Befragten ein Buch zur Unterstützung des Rauchstopps genutzt (41%). Dicht folgen der Nikotinersatz mit 31% und die E-Zigarette (27%). Auch Angebote wie Hypnose oder Akupunktur wurden von knapp 20% ausprobiert. 23% haben eine Nichtraucher-App/Onlinekurs genutzt und nur 8% haben eine Verhaltenstherapie (Gruppenkurs oder Einzelcoaching) vor Ort besucht. In Studien zum Rauchen aufhören wurde nachgewiesen, dass eine solche professionelle Verhaltenstherapie die Erfolgsaussichten für einen nachhaltigen Rauchausstieg erhöht. Trotzdem nehmen sie nur wenige Raucher in Anspruch. Doch wieso ist das so? Zu den meistgenannten Gründen gegen einen professionellen Nichtraucherkurs vor Ort zählen die Kosten für ein solches Angebot, die fehlende Zeit und Zweifel an der Wirksamkeit. Außerdem wussten 22% nicht, dass es überhaupt Unterstützung durch einen professionellen Nichtraucherkurs gibt. Insgesamt empfinden die Raucher die Hürden zu hoch, um einen Nichtraucherkurs nutzen zu können.

 

Unterstützung beim Rauchstopp


Rauchfrei via App – flexibel und erfolgreich zum Nichtraucher


Eine App ist ein sehr niederschwelliges Angebot und kann beim Rauchausstieg helfen. Es haben bereits 34% der befragten Raucher eine Rauchfrei-App genutzt. Diese haben sie durch Eigenrecherche oder Empfehlung durch Bekannte gefunden. Nur 3% wurden von ihrem Arzt auf ein solches Angebot hingewiesen. Vermutlich ist auch ihnen dieses Angebot teilweise nicht bekannt. 48% der Teilnehmer können sich vorstellen, eine Rauchfrei-App auszuprobieren, haben es aber bisher noch nicht. Das lag vorrangig an fehlender Kenntnis der Angebote (47%), den Kosten (29%) und der Skepsis gegenüber gesundheitsrelevanten Daten in Apps und deren Missbrauch (26%).

83% würden eine App auf Rezept nutzen


Mit dem neuen digitalen Versorgungsgesetzt soll eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation im Gesundheitswesen ausgebaut werden. So können Ärzte in Zukunft auch Apps auf Rezept verschreiben. Die Akzeptanz ist in unserer Studie sehr hoch. Die meisten befragten, aufhörwilligen Raucher würden eine verschriebene Rauchfrei-App nutzen. Sie sehen hierbei viele Chancen und Möglichkeiten für sich.
Die größten Vorteile sind:

  • Flexibilität (61%)

  • Zeit und Geld sparen z.B. für Fahrtwege (45%)

  • Schnelle Hilfe und Unterstützung (45%)

  • Kostengünstige Unterstützung (57%)

  • Inanspruchnahme eines Rauchfrei-Kurses wird einfacher (43%)

Nutzung von Rauchfrei-Apps

Fazit:


Unsere Statistik zum Rauchen aufhören zeigt, dass die meisten Raucher mit dem Rauchen aufhören möchten und viele dies bereits (mehrfach) versucht haben. Die Gründe für das Scheitern der Aufhörversuche sind vielfältig – eine professionelle Verhaltenstherapie kann helfen, wird aber oft nicht in Anspruch genommen. Diese Erkenntnis deckt sich mit anderen Studienergebnissen. Nichtraucherkurse werden als teuer, unflexibel und unpraktisch empfunden. Ein digitaler Nichtraucherkurs könnte daher Abhilfe schaffen. Die Hemmschwelle ist deutlich geringer und eine digitale Lösung bietet zahlreiche Vorteile. Mit der neuen Möglichkeit „App auf Rezept“ könnte ein Nichtraucherkurs in Zukunft viele Raucher beim Rauchausstieg unterstützen. Alle Ergebnisse unserer Studie zum Rauchen aufhören und alle Zahlen zum Rauchstopp können hier im Detail nachgelesen werden. 
Falls Du selbst rauchst – nimm diese Statistik zum Rauchen aufhören als Anlass, um Dein eigenes Rauchverhalten zu überdenken. Beim Rauchausstieg hilft Dir unser Nichtraucherkurs als App mit viel Motivation und Unterstützung durch einen erfahrenen Kursleiter zur Tabakentwöhnung. Unser flexibles Programm lässt sich optimal in Deinen Alltag integrieren und wird bis zu 100% von den Krankenkassen übernommen.

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Larissa Hillenbrand

Larissa ist studierte Medienwirtschaftlerin und Kommunikationsexpertin. Das Thema Gesundheit liegt ihr am Herzen und damit auch ein rauchfreies Leben. Sie begleitet Dich im Magazin auf dem Weg zum Nichtraucher und zum gesunden Lifestyle.

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