Zigarettentabak
Wie aus Tabak Zigaretten wurden

Die Geschichte des Tabaks

Tabak und somit die Urform der Zigarette, stammt ursprünglich aus Südamerika. Dort wurden bereits zur Zeit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus 1492 kleine Tabakblätter von größeren umwickelt, angezündet und zu Anlässen wie Zeremonien und Ritualen geraucht. Seitdem dauerte es nicht lange, bis sich die Beliebtheit des Tabakrauchens in Europa ausbreitete. Im 17. Jahrhundert wurde der Tabak in Großbritannien stark gehandelt und durch erste Tabaksteuern zu einer wichtigen Einnahmequelle des Staates. In Deutschland wurde das Rauchen besonders zur Zeiten des dreißigjährigen Krieges Anfang des 17 Jahrhunderts beliebt. Versuche den Tabak als gesundheitsschädlich darzustellen. standen den Ansichten als medizinischer Wirkstoff und der zeitweise alleinigen Abgabe in Apotheken entgegen. Später, im 18. und 19. Jahrhundert war der Tabak in Europa weit verbreitet und eine verlässliche Steuereinnahmequelle. Die Konsumform beschränkte sich dabei noch auf das Pfeiferauchen und den Schnupftabak. Parallel dazu etablierte sich die Zigarre und wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vor allem vom wohlhabenden Bürgertum konsumiert. 

Junge raucht
Die erste Zigarette schmeckt meist nicht

Die erste Zigarette

Die anfallenden Reste der Zigarrenproduktion inspirierten bereits im 18. Jahrhundert in Mexiko zur Verwertung als Zigarette, welche Anfang des 19. Jahrhunderts auch in Europa verwendet wurde. Sprachlich entstammt die Zigarette der französischen Verkleinerungsform der Zigarre „Cigar-ette“. Die Zigarette war milder und günstiger als andere Tabakprodukte und setzte sich somit auch bei ärmeren Schichten und Frauen durch. Nach der ersten Zigarettenfirma 1862 in Dresden, der zunehmenden Tabakwerbung der Industrie und der ersten Fabrik für Zigarettenpapier zum Selbstdrehen 1920, stieg die Beliebtheit der Zigarette in Deutschland weiter an. 1930 war Deutschland der größte Tabakimporteuer der Welt. Bis 1939 stieg der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland auf 900 Zigaretten an. In den 1950er Jahren setzte sich die Verwendung von Filtern in Zigaretten durch, welche dann als weniger gesundheitsschädlich beworben wurden.

 
Nach der Entdeckung des Zusammenhangs von Tabakrauchen und der Entstehung mehrerer Krebsarten, sollten Light-Zigaretten in den 1970er Jahren die Schadwirkung reduzieren. Wie wir heute wissen, sind Light-Zigaretten nicht weniger bedenklich als die gewöhnlichen Glimmstängel und dürfen mittlerweile auch nicht mehr als light bezeichnet werden. Nach etlichen weiteren Erkenntnissen zur Gesundheitsgefahr von Tabak und Zigaretten, gab die Tabakindustrie 1999 in Amerika öffentlich zu, dass Nikotin abhängig macht und versuchte dadurch sein Image aufzupolieren. Seit den 1990er Jahren sanken die Zahlen der Raucher und Raucherinnen in Deutschland zwar, beliefen sich im Jahre 2015 aber immer noch auf 29 % - das entspricht über 20 Millionen Menschen.

Zerbrochene Zigarette auf Aschenbecher
Für den Rauchstopp ist es nie zu spät

Deine erste Zigarette

Der Anteil der Raucher sinkt in Deutschland in allen Altersgruppen und somit auch bei Jugendlichen. Doch warum rauchen Jugendliche und warum werdeb diejenigen, die anfangen zu rauchen, immer jünger? Während das „typische“ Einstiegsalter 1970 noch bei 18 Jahren lag, verringerte es sich bis zum Jahr 2000 auf 15-16 Jahre. Mittlerweile rauchen bereits 12 % der 11-17-Jährigen in Deutschland regelmäßig Zigaretten. Diese Entwicklung ist besonders im Hinblick auf die Entstehung einer Sucht alarmierend. Schon lange ist bekannt, dass die Kinder- und Jugendzeit eine sensible Phase für die Entwicklung von Gewohnheiten und Verhaltensmustern, und somit auch von möglichem Suchtverhalten ist. Minderjährige, die sich in dieser Zeit an Zigaretten gewöhnen, sind einer nochmals erhöhten Suchtgefahr ausgesetzt als Erwachsene und haben es später umso schwerer, das Rauchen aufzugeben. Jedoch ist auch die körperliche Entwicklung betroffen. Das Wachstum von Kindern und Jugendlichen ist noch nicht abgeschlossen und deren Körperfunktionen noch nicht vergleichbar mit denen von Erwachsenen. Somit potenziert sich die gesundheitsschädliche Wirkung von Tabakrauch nochmals. Doch nicht nur Jugendliche entwickeln schnell eine Abhängigkeit zu Nikotin. Ungeachtet des Alters werden 60 % der Personen, die jemals eine Zigarette geraucht haben nikotinsüchtig! Gelegentlicher Konsum zur Entspannung entwickelt sich schnell unbemerkt zur Abhängigkeit, sodass auch „Gelegenheitsraucher“ einem erheblichen Risiko ausgesetzt sind zum Dauerraucher zu werden. Gleiches gilt hierbei für den Konsum von E-Inhaltationsprodukten wie die E-Zigarette, auch die E-Zigarette ist schädlich. Denn auch hier zeigt sich, dass viele Einmalkonsumenten früher oder später regelmäßig inhalieren. Das bedeutet auch, dass die Entstehung einer Sucht nicht allein auf Nikotin zurückzuführen ist, sondern vielmehr auf die Rauchgewohnheit als Ganzes.

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Wie motiviert bist Du mit dem Rauchen aufzuhören? Teste hier Deine Motivation und erhalte passende Aufhör-Tipps:

 

Für den Rauchstopp kannst Du nicht jung genug sein

Ob Pfeife rauchen, Zigarre, Zigarillos oder Zigarette – Rauchen schadet Dir und Deinen Mitmenschen. Vor allem Raucher in jungen Lebensjahren sind gefährdet eine Abhängigkeit zu entwickeln. Jedoch gilt das ebenso für erwachsene Zigarettenraucher, sowie Konsumenten von E-Zigaretten. Was für abhängige Raucher Normalität ist, sollte für den aufgeklärten Nichtraucher und Aufhörwilligen eher absurd sein. Das Inhalieren von Rauch bringt keinerlei Vorteile, eine Menge Gesundheitsgefahren und hat mit der ursprünglichen rituellen Verwendung von Rauch ohnehin nichts mehr zu tun. Auch Rauchen und Umwelt ist keine gute Kombination. Wenn Du noch heute damit aufhören möchtest, Dich und Deine Umwelt mit Rauch zu belasten, ist das Nichtraucherheldenprogramm für Dich eine Überlegung wert.