Gestresstes Männergesicht
Hilft Rauchen wirklich gegen Stress?

Was steckt hinter der Studie?

Ob und in wie fern sich Rauchen auf das seelische Wohlbefinden auswirkt ist nicht erst seit gestern ein Thema. Zahlreiche Studien tümmeln sich in diesem Gebiet – doch was ist nun dran? Um dies herauszufinden nahm eine Untersuchung 27 der Studien genauer unter die Lupe und verglich diese miteinander. Bei allen Studien wurden Raucher vor dem Start in ein rauchfreies Leben sowie bis zu 6 Wochen danach zu ihrem körperlichem Befinden wie ihrem Stresslevel, Angststörungen oder Depressionen befragt. Das klare Ergebnis: Der Schritt in einen nikotinfreien Alltag heraus aus der Nikotinsucht wirkt sich positiv auf das psychische Befinden aus. Demnach sollte das Rauchverhalten entgegen häufiger Annahmen nicht nur bei Gesunden, sondern auch bei psychisch kranken nicht toleriert werden, so die Studie. Auch sie profitieren nämlich seelisch von einem rauchfreien Leben ungemein. Dies ist mitunter auch darauf zurückzuführen, dass durch den Tabakkonsum einige Psychopharmaka unwirksam gemacht werden, was aber keinesfalls den einzigen Grund darstellt.

Wohlbefinden durch Rauchstopp – geht das?

Klar ist: starke Raucher leiden häufiger an psychischen Krankheiten als Nichtraucher. Je schwerer eine derartige Störung ausgeprägt ist, desto häufiger wird auch zur Zigarette gegriffen und umso mehr Nikotin man zu sich nimmt, desto stärker steigt der psychische Stress. Das Nikotin selbst sorgt nämlich dafür, dass Du innere Unruhe und Nervosität verspürst. Dies liegt daran, dass nach dem Rauchen der Nikotinspiegel sehr hoch ist, mit der Zeit aber abflacht. Dann schreien Deine Nervenzellen geradezu nach der nächsten Ladung Nikotin, um ihr Normalniveau wiederherstellen zu können und Dein Verlangen nach Nikotin zu dämpfen. Ein typischer Teufelskreis entsteht. Nur durch einen Rauchstopp kannst Du es endlich schaffen diesen zu durchbrechen. Nichtraucher haben dieses Problem also gar nicht erst.

 
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Frau vergräbt Gesicht in Händen
Raucher leiden häufiger an psychischen Erkrankungen als Nichtraucher

Der genaue Zusammenhang zwischen dem Rauchstopp und dem psychischen Wohlbefindens ist noch nicht eindeutig geklärt. Fakt ist jedoch, dass viele Raucher zur Zigarette greifen, um Symptome wie Stress, Angst oder Nervosität zu bekämpfen. Paradox, wenn man bedenkt, dass genau diese Symptome Anzeichen des im Körper abfallenden Nikotinspiegels sind. Das bedeutet im Klartext: Lässt man die Finger von Anfang an vom Glimmstängel, hat man derartige Probleme gar nicht erst.
Die Studie gibt außerdem Hinweise darauf, dass sich das Nichtraucherverhalten positiv auf Depressionen auswirkt und möglicherweise eine gleiche bzw. stärkere Wirkung wie Antidepressiva besitzen könnten. Um eine genaue Aussage darüber treffen zu können bedarf es allerdings weiteren Untersuchungen.
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Frau mit ausgebreiteten Armen in Natur stehend
Rauchstopp als Befreiung für die Seele

Zusammenfassung

Viele Raucher greifen zum Glimmstängel, um Stress, Depressionen oder Ängste zu vertreiben. Doch genau hier liegt das Problem! Denn mit dem Griff zur Zigarette löst man diese Probleme nicht etwa, man schürt sie an. Denn die Symptome treten erst durch die Entzugserscheinungen des Nikotins auf. Studien kommen zu dem Ergebnis, dass selbst bei psychisch Kranken vom Zigarettenkonsum abgeraten werden soll. Mit dem Rauchstopp kehrt nicht nur seelisches Wohlbefinden ein, auch werden Depressionen deutlich vermindert. Dabei ist der Effekt erstaunlicherweise mindestens genauso oder sogar stärker als der durch herkömmliche Antidepressiva.