Nikotinsucht – was steckt dahinter und wie kannst Du sie loswerden?


„Rauchen macht süchtig.“ – diesen Spruch kennt fast jedes Kind. Trotzdem raucht in Deutschland noch jeder vierte Erwachsene und die wenigsten davon würden sich selbst als „süchtig“ beschreiben. Doch Tabakkonsum ist auch Nikotinsucht. Wie zeigen Dir, was sich dahinter verbirgt und wie Du der Rauchersucht wieder entkommen kannst.

von Larissa Hillenbrand


Was ist eine Nikotinsucht?

Durch das Rauchen kommt es zu einer körperlichen Abhängigkeit nach Nikotin dem Nervengift und zur psychischen Abhängigkeit. Dabei kann die Nikotinsucht bzw. die Stärke der Abhängigkeit ganz klar mit dem sogenannten Fagerströmtest bestimmt werden. Dabei gibt es sechs verschiedene Kriterien – treffen drei davon zu, kann die Diagnose Tabakabhängigkeit gestellt werden.

Wie wirkt Nikotin und wie entsteht die Zigarettensucht?

Nikotin ist ein Nervengift, dass die Tabakpflanze vor Fressfeinden schützen soll. Wenn der Tabak aber geraucht wird, gelangt das Nikotin über die Mund- und Rachenschleimhaut und der Lungenbläschen innerhalb kürzester Zeit zum Gehirn. Im Gehirn wird im sogenannten Belohnungszentrum der Stoff Dopamin ausgeschüttet, der für ein Belohnungs- und Wohlgefühl sorgt. Dieses Wohlgefühl ist der Auslöser für die Zigarettensucht. Nach einigen Stunden wird das Nikotin nämlich wieder abgebaut und es entstehen Entzugssymptome wie innere Unruhe sowie Unwohlsein. Also muss für Nachschub gesorgt werden und es wird erneut geraucht. So entsteht der Teufelskreis der Nikotinsucht.

Teufelskreis Nikotinsucht


Wie schnell wird man von Nikotin abhängig?

Es gibt keine konkrete Zigarettenanzahl, ab welcher die Rauchersucht „zuschlägt“. Außerdem ist jeder Mensch individuell und hat ein anderes Risiko für Suchterkrankungen und auch der Körper baut das Nikotin unterschiedlich ab. Doch es gibt für die Nikotinsucht Anzeichen, die einen Hinweis darauf geben, ob man nun schon abhängig ist.
Mögliche Nikotinsucht Anzeichen sind:

  • Unruhe, schlechte Stimmung und Unwohlsein einige Stunden nach der letzten Zigarette.

  • Bei alltäglichen Situationen wie das Warten, die Pause oder der Abend mit Freunden gehört die Zigarette fest dazu.

  • Es fällt schwer, längere Zeit auf das Rauchen zu verzichten.

  • Auch bei Krankheit wird geraucht.

  • Schon kurz nach dem Aufstehen muss geraucht werden.

Nicht alle Kriterien müssen zu 100% zutreffen, doch wenn mehrere davon erfüllt sind, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, von dem Nervengift Nikotin abhängig zu sein.


Ist Nikotinsucht eine Krankheit?

Die Nikotinsucht bzw. die diagnostizierte Tabakabhängigkeit mittels des Fagerstörmtests (auch Nikotinsucht Test genannt) ist ganz klar eine Krankheit. Es geht hier also nicht nur um eine schlechte Angewohnheit, sondern um eine eindeutige Abhängigkeit nach Nikotin und dem stetigen Verlangen zu rauchen. Das Gute ist: Du kannst die Nikotinsucht überwinden und mit der richtigen Hilfe wieder rauchfrei durchs Leben gehen. Nichtraucherprogramme wie bei NichtraucherHelden.de helfen Dir dabei. Mit der „App auf Rezept“, die Dir von Deinem Arzt oder Ärztin verordnet werden kann, wirst Du Schritt für Schritt auf den Rauchstopp vorbereitet und auch darüber hinaus täglich begleitet. Diese Nikotinsucht Therapie passt sich außerdem individuell auf Deine Bedürfnisse an und hilft Dir bei persönlichen Schwierigkeiten.

Nikotinsucht überwinden: Wie lange dauert der Nikotinentzug?

Du brauchst keine Angst vor einem langen und quälenden Nikotinentzug haben. Die Symptome des Nikotinentzugs sind weitaus weniger schlimm, als oftmals befürchtet.
Folgende Symptome können beim Überwinden der Nikotinsucht auftreten:

  • Müdigkeit und Schlafprobleme

  • innere Unruhe

  • Nervosität und Gereiztheit

  • schlechte Stimmung

  • schlechte Stimmung

  • verminderte Konzentrationsfähigkeit

  • gesteigerter Appetit

Aber wann ist die Nikotinsucht überwunden? Schon nach wenigen Tagen bis zwei Wochen gehen die Symptome deutlich zurück. Die meisten Raucher berichten, dass das Überwinden der Rauchersucht wesentlich leichter war als zuvor gedacht.

Nikotinsucht – Hilfe und Behandlung

Du musst nicht alleine Deine Nikotinsucht bekämpfen, sondern darfst Dir Hilfe und Unterstützung holen. Dabei kannst Du auf klassische Ratgeber zurückgreifen oder einen Nichtraucherkurs nutzen. Die gibt es vor Ort aber auch online wie bei NichtraucherHelden.de . Kern dieser Kurse ist es, dass eigene Rauchverhalten zu analysieren und dann nachhaltig zu verändern. Im Alltag sind viele Situationen fest mit der Zigarette verbunden. Sei es der Kaffee, die Pause oder nach dem Essen – über Jahre hast Du hier diese Verbindung geschaffen. Doch Du kannst sie auch wieder lösen. So lernst Du, wie Du diese Gewohnheiten aufbrechen und die Zigarette mit gesunden Alternativen ersetzen kannst. Natürlich geht das nicht von heute auf morgen. Doch mit etwas Übung, der richtigen Motivation und Unterstützung kannst Du es schaffen und die Rauchersucht hinter Dir lassen. Auch eine Nikotinersatztherapie kann Dir unter Umständen helfen und den Rauchstopp einfacher machen.

Nikotinsucht: Frauen stärker betroffen?

Frauen können bei einem Kinderwunsch noch ganz anders an ihrer Zigarettensucht leiden. Sie haben hier nicht nur für sich selbst die Verantwortung, sondern auch für ihr ungeborenes Kind. Rauchen in der Schwangerschaft kann schwerwiegende Folgen haben. Daher ist es besonders wichtig, rauchende Frauen mit Kinderwunsch oder gar Schwangere nicht zu verurteilen, sondern vielmehr ihnen zielführende Hilfe anzubieten und sie beim Rauchstopp zu unterstützen.

Fazit: Nikotinsucht – ab wann bist Du wirklich süchtig und wie kommst Du von der Rauchersucht wieder los?

Mit dem offiziellen Fagerströmtest lässt sich eine Tabakabhängigkeit von einem Arzt oder Ärztin diagnostizieren. Hierbei werden Faktoren wie die Menge der gerauchten Zigaretten und das Suchtverlangen berücksichtigt. Wenn Du keine Lust mehr auf die Zigarettensucht hast und endlich mit dem Rauchen aufhören willst, kannst Du Dir professionelle Hilfe wie einen Nichtraucherkurs suchen. Hier lernst Du Dein Rauchverhalten langfristig zu verändern und wie Du es schaffen kannst durch neue Rituale rauchfrei zu bleiben.

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Larissa Hillenbrand

Larissa ist studierte Medienwirtschaftlerin und Kommunikationsexpertin. Das Thema Gesundheit liegt ihr am Herzen und damit auch ein rauchfreies Leben. Sie begleitet Dich im Magazin auf dem Weg zum Nichtraucher und zum gesunden Lifestyle.

Kommentare

Jenny

30.03.2020

Wenn ich mit dem Rauchen aufhöre, werden doch weniger Glückshormone freigegeben. Bin ich dann dauerhaft schlecht gelaunt?

NichtraucherHelden-Team

30.03.2020

Nein. Viele Raucher haben nach dem Rauchstopp aus diesem Grund tatsächlich schlechtere Laune. Diese schlechte Laune kann eine Weile anhalten. Mit der Zeit wird sie aber weggehen. Dein Körper gewöhnt sich wieder an Dein natürliches Dopaminlevel. Mit der Zeit wirst Du die Zigarette nicht mehr vermissen und Dich auch ohne sie entspannt und glücklich fühlen können.

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