Mann hält gestresst Hände an den Kopf
Wie kommen wir nur aus der Stressfalle?

Warum Raucher unter Stress zur Zigarette greifen

Das in Zigaretten enthaltene Nikotin aktiviert das Belohnungszentrum in Deinem Gehirn und macht Dich kurzzeitig zufrieden. Nach dem ersten Zug an der Zigarette dauert es sogar nur etwa sieben Sekunden bis das gefährliche Nervengift Dein Gehirn erreicht und Dir Entspannung vorspielt. Denn: So schnell dieser Effekt herbeizuführen war, so schnell ist er auch wieder verschwunden. Die ausgeschütteten Glückshormone flachen ab und Dein Körper verlangt nach erneuter und höherer Dosis – wie bei jeder anderen Droge auch. Mittel und -langfristig schädigt das Rauchen daher Deine Gesundheit erheblich und erhöht damit natürlich auch Dein Ausgangsstresslevel. Eine unschöne Folge. Wer sich schlapp und ungesund fühlt oder vielleicht sogar schon Krankheiten wie Asthma oder Herzkreislauferkrankungen entwickelt hat, ist auch im Alltag anfälliger für körperlichen und psychischen Stress. Weitere Gründe, die als Entspannungsfaktoren des Rauchens angeführt werden sind zum Beispiel die Ablenkung, die Geselligkeit mit anderen Rauchern oder der Anlass eine Pause einzulegen. Jedoch kannst Du all diese Dinge auch ohne den Zug an einer Zigarette nutzen, um runterzukommen. Also lass die Zigaretten links liegen und mach im wahrsten Sinne des Wortes mal Pause. 

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Stressoren identifizieren und meiden

Stressoren sind Faktoren, sowohl in Deiner Umwelt als auch an Dir selbst, die bei Dir Stress auslösen. Der wohl wichtigste Schritt um Stress abzubauen ist die Ursachen zu kennen und zu beheben. Stressoren sind dabei sehr vielseitig und individuell. Seien es Menschen wie unliebsame Kollegen, die Fahrt mit dem vollen Bus oder die nervige Musik im Fahrstuhl. Auch Momente, in denen gewöhnlicher Weise geraucht wird, während Du gerade dabei bist mit dem Rauchen aufzuhören, sind purer Stress! Meide beispielsweise Menschen und Orte, die Dir nicht guttun. Auch Bewegung kann im Stressabbau sehr hilfreich sein. Nimm daher zum Beispiel lieber die Treppe oder das Fahrrad statt Fahrstuhl oder Auto. So lässt Du den Stress gar nicht erst entstehen.
 

Natürlich ist es nicht immer einfach, manchmal auch gar nicht möglich, seinen Stressoren aus dem Weg zu gehen. Allerdings schafft alleine das Bewusstsein über stressauslösende Situationen und Gegebenheiten schon Besserung. Versuche also unangenehme, stressauslösende Situationen zu identifizieren und wenn möglich von Dir fernzuhalten. Du wirst sehen, dass Du mit dieser Strategie nicht mehr automatisch zur Zigarette greifen wirst, um Dich zu erholen.

Zeitmanagement

Ein ganz wichtiger Stressor, den viele Menschen gemein haben, ist mangelnde Zeit. Für einige Dinge, die wir erledigen wollen oder müssen haben wir einfach „keine Zeit“. Vom Büro nach Hause, schnell etwas essen, die Kinder zum Fußball bringen, den Abwasch machen und so weiter… Völlig klar, dass in einem ereignisreichen, nicht optimal geplanten Alltag unweigerlich Stress aufkommt. Jedoch ist Zeit oftmals eine Frage von Prioritäten und kann mit gutem Zeitmanagement meistens besser genutzt werden. Plane Deinen Tag rechtzeitig im Voraus, triff feste Absprachen und sortiere Deine Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit. Falls nötig bitte jemanden, Dir zu helfen. Oftmals entpuppen sich im Alltag regelrechte Zeitfresser wie das Surfen im Internet. Diese gilt es aufzuspüren, nur so kannst Du Dein Zeitmanagement optimieren und Dir Luft für Erholung und Entspannung einräumen. Ein gutes Zeitmanagement verhilft Dir zu weniger Zeitstress, höherer Zufriedenheit und Effizienz in Deinem (Arbeits-) Alltag und senkt die Wahrscheinlichkeit, dass du aufkommende Unruhe mit Zigaretten bekämpfst. Sorge auch für die entsprechende Konzentration beim Erledigen wichtiger Aufgaben. Auch hier solltest Du immer im Hinterkopf haben, dass Rauchen und Konzentration nicht zusammenpassen - im Gegenteil. 

Anti-Stress Training

Mann und Frau beim Kaffee trinken im Café
Stressbewältigung ohne Zigarette z.B. durch sozialen Austausch

Solltest Du Dich trotz aller Mühen dem Stress aus dem Weg zu gehen dennoch mal gestresst fühlen, gibt es Mittel und Wege ohne Zigaretten gesund und langfristig Dein Stresslevel effektiv zu senken. Sehr wichtig dabei ist Zeit für Dich selbst zu finden und sie mit etwas zu verbringen, das Dir Freude macht. Übe ein Hobby aus, triff Freunde, oder gönne Dir einfach mal eine Auszeit. Was auch immer für Dich entspannend wirkt, ist in dieser Wohlfühlzeit erlaubt. Du wirst sehen, dass du mit etwas Ablenkung und Ruhe schnell Deinen Stress abbauen kannst. Rauchen dagegen fördert den Stress nur.

 

Im Gegenteil: ein Rauchstopp ist gut für Dein seelisches Wohlbefinden, nicht das Rauchen selbst. Die Zigarette als Stresskiller macht also überhaupt keinen Sinn. Die Stresskiller schlechthin sind aber noch immer Sport und Bewegung! Sport reduziert Stress, macht zufrieden und schüttet Glückshormone aus – genau wie eine Zigarette, nur eben gesund und langanhaltend. Bleibe aktiv und integriere Bewegung regelmäßig in Deinen Alltag. Dazu zählt sowohl das Training zuhause, im Fitnessstudio oder im Verein, als auch das Treppensteigen, Gehen und Radfahren im Alltag. Du hast wenig Zeit für Sport? Bewege Dich trotzdem so viel es geht und lasse keine Inaktivität aufkommen. Schon ein paar Schritte an der frischen Luft können Wunder wirken! Oder nutze die Kaffeepause für ein paar Dehn- oder Entspannungsübungen. Sei kreativ und finde heraus, wie Du der Stressentstehung entgegen wirkst und ein entspanntes und rauchfreies Leben genießen kannst.