Rauchen am Arbeitsplatz - Konzentration pur?


Die typische Raucherpause gehört für viele Berufstätige einfach dazu. Bei einer anstrengenden Tätigkeit, hast Du Sie Dir doch auch redlich verdient oder etwa nicht? Du bist Dir sicher: nach nur einer Zigarette bist Du wieder entspannt und kannst konzentriert weiterarbeiten. Also perfekt für den Arbeitsalltag, oder? Die Wirklichkeit sieht leider tatsächlich anders aus. Wir erklären Dir, warum die Zigarettenpause mehr Stress verursacht, als sie reduziert und wieso Rauchen am Arbeitsplatz generell keine gute Idee ist.

von Alexander Seifried


Rauchverbot am Arbeitsplatz

Mal ehrlich: Wie entspannt bist Du wirklich, nachdem Du in Deiner ohnehin schon kurzen Mittagspause, Deinen Weg aus den Nichtraucherzonen gefunden hast? Im Rahmen der Nichtraucherschutzgesetze achten viele Unternehmen strenger denn je zuvor auf die Einhaltung des Nichtraucherschutzes. Wer rauchen will, dem stehen häufig nur wenige ausgewiesene Bereiche vor der Tür zur Verfügung. Oftmals ist die Pause schon zur Hälfte vorüber wenn Du zu rauchen beginnst. Vor allem bei schlechtem Wetter gibt es sicherlich schönere Dinge, die Du Dir in Deiner Pause vorstellen kannst, als zu versuchen die feuchte Zigarette anzuzünden. Eine erholsame Pause sieht anders aus.

Abgesehen davon bleibt es meist nicht bei der einen Zigarette nach dem Mittagessen. Über den Tag verteilt, gehst Du sicherlich mehrfach vor die Tür um deinen Nikotinbedarf zu stillen. Allerdings müssen viele Arbeitnehmer, aus Fairness gegenüber den Nichtrauchern und dem Unternehmen, für jede Raucherpause ausstempeln. Hast Du Dir schon einmal überlegt, wie viel kostbare Zeit Du damit am Ende des Tages verloren hast? Bei nur 5 Zigaretten à 10 Minuten am Tag ist dies schon fast eine ganze Stunde. Wäre es nicht schön einfach mal eine Stunde früher von der Arbeit nach Hause gehen zu können und die Zeit mit der Familie oder der liebsten Freizeitbeschäftigung zu verbringen?

 

Rauchen am Arbeitsplatz als Stress-Teufelskreislauf

Rauchen macht Stress

Dem aber noch nicht genug. Es ist leider auch ein vollkommener Trugschluss, anzunehmen, dass Deine Zigarette Dich entspannt und Dir dabei hilft Dich wieder besser konzentrieren zu können. Rauchen und Konzentration passen einfach nicht zusammen. Denn in Wirklichkeit ist das, was Du als Entspannung wahrnimmst nichts anderes als die Befriedigung der Nikotinsucht, die sich in ersten Entzugserscheinungen äußert. Somit ist Dein Körper gestresst, sobald sich das Nikotinlevel seit der letzten Zigarette abgesenkt hat und verlangt nach einer neuen Dosis – ein Teufelskreis. Zigaretten entspannen daher nicht, sondern sorgen für Anspannung, die durch die immer wieder nächste Zigarette gelöst werden muss. Wer also seine wohlverdiente Pause bei der Arbeit nicht damit verbringen möchte, seinem Körper eine falsche Entspannung vorzutäuschen sondern sich lieber wirklich erholen möchte, sollte umdenken. Hier hilft einzig und allein der konsequente Rauchstopp. Stressbewältigung ohne Zigarette klappt viel besser. 

 

 

Rauchen senkt die Leistungsfähigkeit 

Da Rauchen Stress und Anspannung verursacht, erhöht Dein Tabakkonsum mittel- und langfristig Deinen Stresslevel und senkt damit Deine Produktivität und Arbeitsleistung. Doch nicht nur während der Arbeit leisten Raucher Statistiken zufolge im Schnitt weniger, sie sind auch häufiger krank, als ihre nichtrauchenden Kollegen. Dazu kommen die Raucherpausen, die meist auch etwas länger ausfallen als Arbeitsunterbrechungen ohne Zigarette. Nicht selten wird verlangt, bei jeder Unterbrechung der Arbeitszeit auszustempeln.

 

Tipp

  • Eine Raucherpause von nur 10 Minuten zwei Mal täglich summiert sich in einer Vollzeitstelle auf fast 80 Stunden pro Jahr.

  • Multipliziere diese Zahl mit Deinem Stundenlohn und erfahre, wie viel Geld Dir entgeht!

 

Bei der Arbeit zeigt sich mangelnde Konzentration zudem schnell: Während Du nervös im Meeting sitzt und auf die nächste Zigarette wartest, können Deine Nichtraucher-Kollegen aktiv teilnehmen und wirken motivierter. Dieser Umstand ist sicherlich auch Deinem Chef bewusst. Somit sollten sich Raucher, die am Arbeitsplatz rauchen nicht wundern, wenn der nichtrauchende Kollege für eine Beförderung eher berücksichtigt wird.

 

Rauchen kostet Unmengen Zeit und Geld

Rauchen belästigt andere

Hast Du Dich schon mal gefragt, wie es Deine Kollegen finden, dass Du während der Arbeit rauchst. Vielen Nichtrauchern ist es durchaus unangenehm, wenn Raucher nach Ihrer Pause Rauchgestank mit herein bringen. Das gilt ebenso für Kunden und Vorgesetzte. Nach Rauch riechende Arbeitskleidung hinterlässt keinen guten Eindruck. Vor allem im Kundenkontakt ist ein gepflegtes Auftreten ein absolutes Muss. Andernfalls lässt ein schlechter erster Eindruck schnell Deine Arbeitsleistung schlechter da stehen. Je nach Branche leidet auch Deine Glaubwürdigkeit unter dem Nikotinkonsum. Oder würdest Du auf Deinen rauchenden Arzt hören, der Dir empfiehlt, besser auf Deinen Lebensstil zu achten?

 

 

Fazit

Viele Gründe sprechen gegen das Rauchen am Arbeitsplatz. Wenn Du ehrlich bist, fallen Dir bestimmt sogar noch einige Mehr ein. Anstelle einer Zigarette könntest Du Deine Pause mit ein wenig Bewegung, einem gesunden Snack oder einem netten Gespräch verbringen. Deine Kollegen, Kunden, Dein Chef und vor allem Deine Gesundheit werden es Dir danken!

 

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Alexander Seifried

Alexander versteht es durch seine Tätigkeit als Fitnesstrainer Menschen zu motivieren und an ihr Ziel zu begleiten. Sport und gesunde Ernährung sind seine Leitprinzipien. Rauchen passt hier einfach nicht dazu. Seine Kenntnisse und Erfahrungen in Gesundheitsfragen möchte er gerne mit Dir teilen.