Zigarette, Totenkopf und Stoppschild
Rauchen im Auto sollte Tabu sein

Was steckt im Rauch?

Zigarettenrauch enthält ca. 200 Stoffe, die jeder für sich alleine schon der Gesundheit schaden. Zusammen ergeben sie dabei einen wahren Gift-Cocktail in der Lunge des Rauchers und den umstehenden Personen. Nikotin, Tabakrauchpartikel und sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sind nur eine kleine Auswahl an Schadstoffen, mit denen sich der Raucher selbst und sein Umfeld gefährdet. Diese Gefahr besteht schon bei kurzer Dauer, der wir dem Rauch ausgesetzt sind. 40 chemische Verbindungen des Zigarettenrauchs gelten als krebserregend. Genau aus diesem Grund wurde das Nichtraucherschutzgesetz ins Leben gerufen - ein Gesetz zum Schutz der Nichtraucher vor Passivrauch. Doch nicht immer kann das Gesetz für ausreichend Schutz sorgen, jeder einzelne Raucher muss an sich und seine Mitmenschen denken. 

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Welche Folgen hat Rauchen?

Abgesehen von der suchtauslösenden und krebserregenden Wirkung von Zigarettenrauch, sind noch eine Reihe weiterer Folgen für das Rauchen belegt. So gibt es auch einen engen Zusammenhang zwischen Rauchen und Lebenserwartung. Für Erwachsene sind das vor allem Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Bei Kindern kommen noch stark erhöhte Risiken für Atemwegserkrankungen und Mittelohrentzündung hinzu. Dies gilt sowohl für aktiv, als auch für passiv eingeatmeten Rauch. Doch schädigt Passivrauchen Kinder besonders? Bei Säuglingen erhöht das Passivrauchen die Gefahr des plötzlichen Kindstodes. Kinder und Jugendliche sind den genannten Gefahren noch stärker ausgesetzt als Erwachsene, da ihre Lunge und deren Fähigkeit zur Entgiftung noch nicht völlig ausgebildet sind. Darüber hinaus atmen Minderjährige pro Minute öfter als Erwachsene und erhöhen somit die Schadstoffbelastung. Rauchen in der Schwangerschaft und Rauchen und Stillen birgt daher höchste Gefahr. Am besten sollte man nicht nur während der Schwangerschaft, sondern auch in der Zeit danach die Zigaretten beiseite zulegen.

 
Mutter, Vater, Kind Hand in Hand gehend
Rauchen im Auto schadet besonders Deinen Kindern

Rauchen im Auto – doppeltes Risiko

Wer im Auto raucht, schadet sich und allen Mitfahrern. Die Rauchbelastung im Auto ist sehr viel höher. Das Innenvolumen eines Autos ist nämlich deutlich kleiner als in Wohnräumen, was die Schadstoffkonzentration gefährlich erhöht. Weiterhin besteht für alle Insassen keine Möglichkeit den „Raum“ zu verlassen. Auch das Öffnen der Fenster schützt davor nicht ausreichend und ist außerdem nicht immer möglich. Messungen des Deutschen Krebsforschungsinstitutes in Heidelberg ergaben kritische Partikelbelastungen auf dem Beifahrersitz und den Rücksitzen, wenn auf dem Fahrersitz geraucht wird – auch bei leicht geöffnetem Fenster. Dass dabei durch Passivrauchen Schadstoffe aufgenommen werden, ist zweifelsfrei belegt. Doch damit nicht genug: Tabakrauch setzt sich auch auf den Oberflächen ab und erhöht die Schadstoffbelastung im Auto dauerhaft, auch wenn gerade nicht geraucht wird. Gleiches gilt im Übrigen auch für Deine Raucherkleidung - auch hier setzten sich Schadstoffe fest.
Aber nicht nur im Auto setzt Du andere dem Passivrauch aus. Eine besondere Gefahr besteht auch für Kinder in Raucherwohnungen, das Risiko ist also keineswegs auf das Rauchen im Auto minimiert. 

 

Vermeidbare Gefahr

Ungefähr zwei Drittel der Raucher in Deutschland verzichtet auf das Rauchen im Auto, um anwesende Kinder zu schützen. Der Anteil, der dies nicht tut, sollte sich bewusst machen, dass er mit dem Zigarettenkonsum sich selbst und andere - vor allem Kinder - gefährdet. Dabei ist dieses Risiko leicht vermeidbar. So ist wie auch beim Anlegen der Anschnallgurte, der Verzicht auf das Rauchen eine kleine Maßnahme mit sehr großer Wirkung auf die Unversehrtheit der Mitfahrer. Darüber hinaus empfinden viele Nichtraucher den typischen Geruch als sehr unangenehm. Wenn Du ohnehin versuchst weniger zu rauchen oder gar ganz aufzuhören, ist das Rauchen im Auto ein guter und wichtiger erster Schritt Richtung Rauchen aufhören. Denke daran, Rauchen aufhören hat nur positive Folgen.
Zigarettenstummel auf Asphalt
Drück die Zigarette aus - denke nicht nur an Dich, sondern auch an Andere

Fazit

Wer als Fahrer auf das Rauchen im Auto verzichtet, zeigt Respekt gegenüber seinen Mitfahrern und übernimmt Verantwortung für deren Sicherheit. Vor allem Kinder werden durch das Vermeiden von Tabakrauch im Auto effektiv vor den genannten Risiken und Gesundheitsgefahren geschützt. Eltern wollen stets das Beste für Ihre Kinder – warum also an dieser Stelle eine Ausnahme machen? Letztendlich schützt man durch den Verzicht aber nicht nur seine Kinder und Mitfahrer, sondern auch sich selbst.

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