Tresen einer Kneipe
Besonders aus Raucherlokalen ist Passivrauchen bekannt

Schwerwiegende Gesundheitsfolgen

Einmal darüber nachgedacht, sind wir passivem Zigarettenrauch viel häufiger ausgesetzt, als wir es manchmal wahrnehmen. Die Folgen des Passivrauchens sind vielfältig und – nicht ganz überraschend - den schädlichen Wirkungen des aktiven Rauchens sehr ähnlich: Einige Stoffe, die beim Ausatmen von Tabakrauch freigesetzt werden, sind nachweislich krebserregend und gleichermaßen schädigend wie aktives Rauchen. So erhöht regelmäßiges passives Rauchen die Wahrscheinlichkeit für Krebserkrankungen wie Lungenkrebs um ca. 25 %. Bei jungen Frauen kann Passivrauchen sogar zu Brustkrebserkrankungen führen.
Andere Substanzen des ausgeatmeten Zigarettenrauches machen ihr gesundheitsschädliches Potential für uns „direkter“ und schneller bemerkbar, indem sie beispielweise unsere Augen oder Atemwege reizen und auf diese Weise so Rötungen und Husten verursachen. Andere Folgen sind Kopfschmerzen und Müdigkeit. Manche dieser schädlichen Stoffe sind in der Umgebungsluft sogar in höheren Mengen enthalten, als im aktiv aufgenommenen Zigarettenrauch. Woran beim Sitzen in der verrauchten Kneipe wohl keiner denkt: Sogar schon geringe Mengen an Passivrauch können unsere Blutgefäße schädigen und so langfristig zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Laut Zahlen des Deutschen Krebsforschungszentrums sterben in Deutschland jährlich über 2000 Menschen an Herzkrankheiten, die durch regelmäßiges Passivrauchen ausgelöst wurden. Weitere 800 werden Opfer eines passivrauchbedingten Schlaganfalls. Dem aber nicht genug. Es wurde sogar gezeigt, dass Menschen unter Passivrauchexposition genauso wie Raucher ein höheres Risiko haben psychisch labiler zu sein oder gar eine Depression mit Rauchen als Ursache zu entwickeln. 

 

Kinder trifft Passivrauchen besonders hart

Vater mit Sohn in Hängematte sitzend
Sei ein Vorbild für Dein Kind- Passivrauchen als besondere Gefahr für Kinder


Tragischer Weise sind häufig nicht nur Erwachsene Passivrauch ausgesetzt. Passivrauchen und Kinder sollte zwar eigentlich kein Thema sein, doch leider kommt dies sehr häufig vor und birgt für die schutzlosen Kinder eine besondere Gefahr. Beim Rauchen in der Schwangerschaft rauchen die Kinder schon im Mutterleib passiv mit. Diese Kinder werden häufiger mit einem geringeren Gewicht geboren- auch wenn die Mutter selbst „nur“ passiv raucht. Kaum vorstellbar: Hierzulande sterben jährlich mehr als 50 Säuglinge durch einen passivrauchbedingten plötzlichen Säuglingstod. Außerdem sind passivrauchexponierte Kinder einem höheren Risiko für Asthma sowie Atemwegsinfektionen und Mittelohrentzündungen ausgesetzt. Wer also im Beisein seiner Kinder oder gar Zuhause raucht, schadet nicht nur sich selbst – sondern setzt auch die Gesundheit seiner Liebsten aufs Spiel. Insbesondere das Rauchen in geschlossenen Räumen wie der Wohnung oder auch das Rauchen im Auto führt zu extrem hohen Schadstoffbelastungen. Daher am besten immer im Freien und niemals im Beisein der Kinder rauchen. Wichtig ist aber auch zu wissen, dass selbst an der Haut und der Raucherkleidung so viele giftige Rückstände haften, dass auch dies selbst schon eine nicht zu unterschätzende Gefahr darstellt.

Werde auch Du ein NichtraucherHeld

Fazit

Es gibt keine Grenze, unterhalb derer das Einatmen von passivem Rauch unschädlich ist- schon geringe Konzentrationen in der Atemluft können zu erheblichen Gesundheitsschäden führen. Dieser Gefahr und der damit verbundenen Verantwortung sollten sich nicht nur Nichtraucher bewusst sein, sondern auch aktive Raucher. Du gefährdest also als Raucher nicht nur Deine eigene Gesundheit, sondern auch die Deiner lieben Menschen im Umfeld. Ein Rauchausstieg lohnt sich! Professionelle Nichtraucher-Progranme wie z.B. NichtraucherHelden.de können Dir dabei helfen.