Rauchentwöhnung Phasen – Kenne sie und werde erfolgreich rauchfrei


Rauchentwöhnung Phasen: Von der Überlegung bis zum tatsächlichen Nichtraucher. Der Weg zum Nichtraucher ist in verschiedene Phasen der Raucherentwöhnung gegliedert. Jede Phase beschreibt ein neues Etappenziel und umfasst verschiedene Entscheidungen. Wir zeigen Dir die 6 Rauchstopp Phasen und wie Du sie meisterst.

von Dr. rer. nat. Yvonne Heilemann


Die Raucherentwöhnung kann in 6 Rauchstopp Phasen unterteil werden. Diese durchläuft in der Regel jeder Raucher auf seinem Weg in ein rauchfreies Leben. Dabei ist die Länge und Intensität der Phasen für jeden individuell.

Überblick über die verschiedenen Rauchentwöhnungs Phasen


Aber was verbirgt sich nun genau hinter den verschiedenen Rauchstopp Phasen?


1. Stabile Raucherphase – Die schwierigste der Rauchstopp Phasen


In dieser Phase rauchst Du gern und genüsslich. Du ignorierst die gesundheitlichen Folgen, schließlich willst Du Deinen Körper mit der täglichen Portion Nikotin versorgen. Du leugnest Deine Sucht gegenüber der Familie und Bekannten. Außerdem siehst Du keine Vorteile in einem Rauchstopp und das Aufhören ist nur mit negativen Gedanken besetzt. Mit Sprüchen wie „Jeder muss irgendwann sterben“ oder „Helmut Schmidt ist auch 96 Jahre alt geworden“ redest Du Dir das Rauchen schön. Diese Phase ist die schwierigste – in ihr bleiben viele Raucher ihr ganzes Leben lang stecken.


2. Überlegungsphase – Die ersten Nachteile zeigen sich


Die zweite Phase der Raucherentwöhnung ist gekennzeichnet durch erste Überlegungen. Du erkennst die Nachteile des Rauchens und machst Dir Gedanken über Deine Gesundheit, Deinem Geldbeutel und Deiner Umwelt. Aber im gleichen Zug denkst Du an die vermeintlichen Vorteile des Rauchens und Du glaubst noch, die Zigaretten und das Nikotin zu brauchen. Doch Du kannst Deine Zweifel nicht mehr länger ignorieren und fängst an die Vor- und Nachteile des Rauchens abzuwägen.


3. Entschlussphase – Die Rauchstoppabsicht wird konkreter


Nun fasst Du den Entschluss für den Rauchausstieg. Aber Du hast in dieser Phase der Raucherentwöhnung vielleicht noch Angst vor möglichen Entzugserscheinungen oder fürchtest eine Gewichtszunahme. Trotzdem überwiegen Deine Gründe für den Rauchausstieg. Du informierst Dich aktiv zum Thema Rauchen aufhören und planst vielleicht schon ein konkretes Datum für Deinen Rauchstopp. Jetzt ist es auch an der Zeit, nach passender Unterstützung zu suchen, wie einen Nichtraucherkurs, Ratgeber oder Hilfe aus dem persönlichen Umfeld. Verzichte besser auf unseriöse Angebote wie Hypnose zur Raucherentwöhnung , der Nichtraucherspritze oder Akupunktur gegen Rauchen . Das Erfolgsschlüssel beim Rauchen aufhören ist Deine persönliche Verhaltensänderung. Die Gewohnheit des Rauchens muss mit gesunden Alternativen ersetzt werden und mit den passenden Ablenkungsstrategien entfliehst Du akuten Rauchimpulsen. Das lernst Du beispielsweise in einem Nichtraucherkurs – den gibt es vor Ort aber auch online wie bei Nichtraucherhelden.de . In diesem flexiblen Programm wirst Du optimal auf den Rauchstopp vorbereitet und auch darüber hinaus aktiv betreut. Du erhältst viel Motivation und kannst Dich in der Community mit anderen Aufhörern austauschen. Übrigens werden die Kosten bis zu 100% von den Krankenkassen übernommen.


4. Handlungsphase – Umsetzung Rauchstopp und Nikotinentzug


Jetzt wird es ernst: In dieser Phase findet die Umsetzung Deiner Überlegungen und Plänen aus der vorherigen Phase statt. Du wirfst Deine Rauchgewohnheiten über Bord und hast Dir den Tag des Rauchstopps dick im Kalender markiert. Aschenbecher, Feuerzeuge und die geheimen Zigarettendepots brauchst Du nicht mehr – Du bist rauchfrei. Ein tolles Gefühl, oder? Aber diese Phase hat auch ihre Tücken es kommen Fragen auf wie beispielsweise „Welche Tage sind die schlimmsten, wenn man aufhört zu rauchen?“ oder „Wie lange dauert der psychische Nikotinentzug?“. Lass Dich nicht verunsichern – viele Raucher haben nur in den ersten Tagen Entzugserscheinungen. Aber was sind die Symptome des Nikotinentzugs? Die gute Nachricht: Vor heftigen Symptomen wie Übelkeit, Zittern oder Schweißausbrüchen musst Du keine Angst haben. Diese gibt es beim Nikotinentzug nicht. Aber es können folgende Symptome auftreten:

  • Schlafstörungen und Müdigkeit

  • Innere Unruhe

  • Nervosität und Reizbarkeit

  • Konzentrationsschwierigkeiten


Diese Symptome erledigen sich meist in wenigen Wochen von selbst. Wenn Du aber doch mit starken Entzugssymptomen zu kämpfen hast, kannst Du Dich von Deinem Arzt oder Apotheker bezüglich einer Nikotinersatztherapie beraten lassen. Außerdem beginnen schon jetzt beim Rauchen aufhören die Phasen der Regeneration. Schon nach kurzer Zeit steigt der Sauerstoffgehalt in Deinem Blut und der Körper wird besser damit versorgt.
Vielleicht hast Du auch eher mit dem psychischen Entzug Deine Schwierigkeiten. Doch denke immer wieder an die Vorteile des Rauchstopps und an Deine persönlichen Aufhörgründe. Du hast es nun schon so weit geschafft – bleib dran!


5. Stabilisierungsphase – Phase der Regeneration beim Rauchen aufhören


Du bist nun schon seit drei bis sechs Monaten rauchfrei – Klasse! Vielleicht spürst Du schon erste gesundheitliche Verbesserungen? Rauchen aufhören führt zu verschiedenen Phasen der Regeneration. Aber wie schnell regeneriert sich der Körper nach dem Rauchen? Die ersten Verbesserungen treten schon nach 20 Minuten ein – die Herzfrequenz und der Blutdruck sinkt auf ein Normalniveau. Außerdem wird die Durchblutung der Hände und Füße verbessert und die Hautalterung gestoppt. Nach einem Tag sinkt auch der Kohlenmonoxidanteil im Blut und der Sauerstoffgehalt steigt. Dein Geschmacks- und Geruchssinn beginnt sich nach 2 Tagen zu erholen. Nach 2 bis 12 Wochen stabilisiert sich Dein Kreislauf und die Lungenfunktion wird besser. Jetzt fallen die auch körperliche Anstrengungen leichter. In den weiteren 1 bis 9 Monaten wächst die Lungenkapazität weiter und Ablagerungen werden abgebaut. Außerdem gehen Deine Kurzatmigkeit und die Hustenanfälle zurück. Nach 5 Jahren sind die Auswirkungen der Phasen der Regeneration beim Rauchen aufhören noch größer: Das Schlaganfallrisiko sinkt um die Hälfte und das Risiko für Lungen-, Mund., und Speiseröhrenkrebs ist halbiert.

 

Phasen der Regeneration beim Rauchen aufhören


Trotzdem sind die Versuchungen immer noch da und womöglich hattest Du sogar einen Ausrutscher. Aber das ist kein Weltuntergang! Analysiere Deinen Rückfall und lerne aus ihm, um künftige Ausrutscher zu vermeiden. Werde nicht nachlässig und lasse Deine neuen Verhaltensweisen zum Alltag werden. Bleib dran, Du bist fast am Ende der Rauchentwöhnung Phasen!


6. Nichtraucherphase – Die letzte der Rauchentwöhnung Phasen


Das ist die letzte der Rauchstopp Phasen. Du hast es geschafft und bist endlich Nichtraucher! In der Nichtraucherphase bist Du fest davon überzeugt, dass Du nie wieder zur Zigarette greifst. Der Weg hatte einige Stolpersteine, doch Du bist Schritt für Schritt an Dein Ziel gelangt und bleibst bei jeder Versuchung standhaft. Dein Körper ist deutlich fitter und Deine Gesundheit dankt Dir den Rauchausstieg. Du fühlst Dich nun frei und bist nicht mehr von der Zigarette abhängig. Herzlichen Glückwunsch, Du hast alle Phasen der Raucherentwöhnung durchlaufen und Dein Ziel erreicht!


Fazit zu den Phasen der Rauchentwöhnung


Die Rauchentwöhnung umfasst verschiedene Phasen – angefangen vom stabilen und überzeugten Raucher über die Entscheidungsfindung und Durchsetzung bis hin zum Nichtraucher. Jeder Raucher durchläuft die Rauchstopp Phasen in einem anderen Tempo. Auch Dein Körper durchläuft beim Rauchen aufhören verschiedene Phasen der Regeneration. Du wirst von Woche zu Woche fitter und Deine Gesundheit dankt Dir den Rauchausstieg. Mit der passenden Unterstützung durch Familie, Freunde oder einem professionellen Nichtraucherkurs bekommst Du viel Motivation und kannst auch die kritischen Phasen der Raucherentwöhnung meistern.

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Dr. rer. nat. Yvonne Heilemann

Yvonne ist seit vielen Jahren in Wissenschaft und Forschung tätig. Mit aktuellen Studien und neuesten Erkenntnissen rund um die Themen Gesundheit, Rauchen und Ernährung kennt sie sich bestens aus. Gerne möchte sie ihr Wissen mit Euch teilen.

Kommentare

Cem

30.03.2020

Ich würde sagen, ich befinde mich gerade in Phase 3.

NichtraucherHelden-Team

30.03.2020

Das ist doch schon mal super. Viel Erfolg für die weiteren Phasen!

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