Anatomiebild Kopfbereich, Hand an Kopf
Fördert Rauchen Demenz?

Raucherpause zur schnellen Leistungssteigerung - der Wolf im Schafspelz

Das kennt Jeder: auf der Arbeit oder im Alltag ist viel los, überall musst Du funktionieren und Deine Leistung jederzeit abrufen können. Das kann einem schnell über den Kopf wachsen. Was dagegen hilft, ist eine kurze Pause. Als Raucher in eine solche Pause seine Zigaretten mitzunehmen, ist allerdings die falsche Entscheidung. Warum? Durch eine solche Raucherpause kannst Du dem Stress zwar für ein paar Minuten entkommen, doch Deine Leistungsfähigkeit wird nicht langfristig verbessert, sondern sogar schlechter. Rauchen erhöht kurzfristig die Adrenalinausschüttung, wodurch sich Dein Herzschlag erhöht und Du das Gefühl hast Dich besser konzentrieren zu können. So schnell wie das Hoch kam, verfliegt es allerdings auch wieder. Du bist erneut müde und fühlst Dich zunehmend gestresst. Rauchen und Konzentration bedingen sich also negativ in einem Teufelskreis. Dein Gehirn verlangt schneller nach der nächsten Nikotindosis, um wieder konzentrationsfähig zu sein. 

Mann an Bürotisch hält sich den Kopf
Rauchen steigert Leistungsfähigkeit nicht

Schützt Rauchen vor Demenz?

Doch wenn Rauchen schon kurzfristig keine kognitiven Höchstleistungen bietet, hat es dann wenigstens langfristig positive Effekte auf unser Gehirn? Schließlich kenne ich keinen dementen Raucher. Das ist auch der Grund, warum lange angenommen wurde, dass Rauchen vor Demenz schützt. Doch laut neuester Forschung wurde der Zusammenhang zwischen Rauchen und Demenz nur deshalb lange unterschätzt, da die meisten Raucher vor Ausbruch der Demenz bereits an anderen Raucherkrankheiten erkrankt oder gar verstorben sind. Denn Raucher sterben früher. Lange Zeit wurde propagiert, dass Rauchen vor Alzheimer-Demenz schützen kann. Heutzutage ist bekannt dass die Studien, die für diese Behauptung herangezogen wurden, von der Tabakindustrie finanziell gefördert waren und daher als nicht objektiv anzusehen sind. 

 

Rauchen schädigt langfristig die Hirnfunktionen

Rauchen ist ungesund und erhöht das Risiko zahlreicher Erkrankungen. Aber macht Rauchen etwa auch dumm? Langfristig gesehen kann Rauchen tatsächlich auch in Hinblick auf Deine Hirnfunktion sehr ernst werden! In einer Studie konnte nachgewiesen werden, dass Rauchen bereits nach 5 Jahren zu einer deutlichen Abnahme der kognitiven Fähigkeiten führt. Nach 10 Jahren sind diese Ergebnisse noch gravierender. Je älter der Raucher, desto schneller sein durch Rauchen bedingter kognitiver Abbau. Außerdem gilt: Je mehr Zigaretten geraucht werden, desto höher der kognitive Verlust. Wer nicht rechtzeitig den Absprung vom Rauchen geschafft hat, war laut dieser Studie noch schlimmer dran. Raucher, die im mittleren Alter nicht mit dem Rauchen aufgehört haben, erzielten in allen kognitiven Tests die schlechtesten Ergebnisse. Für einen frühzeitigen Rauchstopp spricht zudem, dass mit zunehmendem Alter die Schäden am Gehirn immer schlechter ausgeglichen werden können. Wer erst in höherem Alter zum Nichtraucher wird, hatte daher auch nach 10 rauchfreien Jahren eine verschlechterte geistige Leistungsfähigkeit. 

Gehirn aus mehreren Platinen
Schone Deine Hirnleistung - gehe den Weg des Rauchstopps
 

Rauchen erhöht Demenzrisiko

Doch wie können diese Schäden im Gehirn eigentlich entstehen? Damit das Gehirn voll leistungsfähig ist, ist es auf eine ausreichende Versorgung mit Sauerstoff über die Blutbahn angewiesen. Durch Rauchen werden aber die Lungen geschädigt, was zu einer verminderten Sauerstoffaufnahme aus der Luft ins Blut führt. Rauchen fördert des Weiteren die Entstehung von Arteriosklerose, sprich Ablagerungen und Verkalkungen der Blutgefäße. Damit wird der Transport des ohnehin schon in geringeren Mengen vorhandenen Sauerstoffs über die Blutbahnen zusätzlich erschwert. Beide krankhaften Veränderungen führen dazu, dass weniger Sauerstoff ins Gehirn transportiert wird. Unsere Hirnzellen können dadurch mit Sauerstoff unterversorgt werden. Langfristig erhöht dies das Risiko des Absterbens von Nervenzellen im Gehirn und die Entstehung einer bestimmten Form der Demenz, der sogenannten vaskulären Demenz. Diese ist durch Gefäßverengungen bedingt und geht in einem schleichenden Prozess mit einer kognitiven Verlangsamung, Denkschwierigkeiten sowie Stimmungslabilität einher. Sicherlich eine Erkrankung, an der niemand leiden möchte.

 
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Fazit

Rauchen wirkt sich auf alle Körperregionen aus, so auch auf das Gehirn. Um Deine Konzentrationsfähigkeit langfristig zu erhalten, sollte der Griff zur Zigarette nicht der Weg der Wahl sein! Suche Dir alternative Methoden, wie kurze Meditationseinheiten oder kleine Spaziergänge. Diese fördern den Stressabbau und Deine kognitive Leistungsfähigkeit ohne Dir nachhaltig zu schaden. Werde jetzt Nichtraucher und senke dadurch Dein erhöhtes Demenzrisiko wieder. Wir bei Nichtraucherhelden.de helfen Dir gerne beim Rauchstopp!