Warum rauchen wir? - 10 Gründe zur Zigarette zu greifen und 10 bessere, es lieber zu lassen


Ob Zuhause, bei der Arbeit oder abends in der Kneipe. Beim gemütlichen Beisammensein oder im stressigen Alltag. Es gibt viele Anlässe und Gründe, sich eine Zigarette anzuzünden. Doch wie viele dieser Gründe sind tatsächlich stichhaltig? Hat das Rauchen auch Vorteile? Lies hier, warum wir rauchen und welche Alternativen es zum Rauchen gibt. Höre ab heute auf, Dir folgende Dinge einzureden:

von Alexander Seifried


„Rauchen entspannt mich“

Dies ist für viele Raucher einer der Vorteile vom Rauchen. Gerade bei Nervosität und Angespanntheit erhoffen sich viele Raucher einen beruhigenden Effekt von einer Zigarette. Schon wenige Sekunden nach dem Einatmen des Zigarettenqualmes, gelangt das Nikotin in Dein Gehirn und befriedigt das Verlangen nach Zigaretten. Allerdings hat das Nikotin keinen entspannenden Effekt, sondern das Fehlen von Nikotin erzeugt eine Anspannung. Was verwirrend klingt, ist nichts anderes als das Hervorkommen erster Entzugssymptome nach längerer Zeit ohne Zigarette. Schau Dir unsere Tipps gegen Entzugserscheinungen an und sei gewappnet. Deshalb erweckt das Rauchen den Eindruck, entspannend zu wirken und wird von Rauchern regelmäßig bewusst dafür eingesetzt - Ein Teufelskreis. Wenn Du Dich richtig entspannen willst, versuche es mit leichter Bewegung, Entspannungsübungen oder einem kurzen Power-nap.

  • Rauchen entspannt nur weil die Entzugssymptome nach längerer Zeit ohne Nikotin gedämpft werden. Bei Personen ohne Nikotinsucht wirkt rauchen auch nicht enspannend.

„In meinem Umfeld rauchen alle“

Wenn der Rauch und das Thema Rauchen überall präsent ist, fällt es natürlich umso schwerer davon loszukommen. Eine Entschuldigung sollte das jedoch trotzdem nicht sein! Deine Zigarette wird nicht weniger ungesund, wenn Du sie Dir mit jemandem teilst. Vielmehr bist Du in einer verrauchten Umgebung auch noch zusätzlichem Passivrauch ausgesetzt. Gerade Kinder und Passivrauchen ist ein erhebliches Problem, ebenso wie „third-hand-smoke“, also dem Rauch der sich auf Oberflächen befindet. Wenn Du also in Deinem nähren Umfeld von Familie, Freunden und Kollegen viele Raucher hast, sei ein Vorbild und höre als Erster damit auf. Bitte Dein Umfeld um Verständnis und Rücksichtnahme, nur so gelingt der Ausstieg. Und wer weiß, vielleicht werden Dir die anderen bald folgen. Vielleicht kennst Du sogar jemanden, der eigentlich auch gerne aufhören würde. Unterstützt euch gegenseitig und bringt euch ans Ziel, das schützt vor Rückfällen. Gemeinsam seid ihr noch stärker. Inspiriere Dein Umfeld, damit dass Du es geschafft hast und sie werden früher oder später nachziehen. Dann bist Du der Nichtraucherheld und kannst Deine Erfahrungen und Tipps an sie weitergeben. Andere Nichtraucherhelden können Dir auf Nichtraucherhelden.de zeigen, wie es geht. 

  • Geh mit gutem Vorbild voran. Häufig löst das eine Kettenreaktion in der Gruppe aus. Sobald die anderen sehen wie gut es Dir geht und dass Du auch ohne Zigaretten eine gute Zeit haben kannst, werden sie ihr eigenes Rauchverhalten stärker hinterfragen.

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„Ich lege Wert auf meine Raucherpause“

Auch das ist einer der häufig genannten Vorteile von Rauchen. Pausen bei der Arbeit sind unerlässlich. Sie fördern die Konzentration, Leistungsfähigkeit und sind gut für die Gesundheit. Rauchen und Konzentration - wie hängt das zusammen? Die eingelegte Pause fördert Deine Konzentration definitiv nicht, wenn Du in der Pause rauchst! Denn die Stoffe in Deiner Zigarette bewirken so ziemlich genau das Gegenteil von dem, was wir an einer erholsamen Pause schätzen. Das Nikotin spielt uns nur vor, konzentrierter zu sein, während das Kohlenmonoxid den Sauerstofftransport in Deinem Körper sabotiert. Stress und Rauchen schaukeln sich gegenseitig hoch. Auch gegen Stress hilft der Glimmstängel also in keinem Fall. Deine Produktivität ist dann vermutlich schlechter als vor der Pause. Auf lange Sicht gesehen sind die Folgen noch viel weitreichender: Lungenerkrankungen, Gefäßverkalkung und Krebs sind nur wenige Beispiele. Nutze Deine Pause also lieber für ein bisschen Bewegung an der frischen Luft, ein paar Dehnübungen oder einfach etwas, das Dir Spaß macht. Lies ein Buch, telefoniere, höre Musik oder backe Deinen Lieblingskuchen. Sei einfach Du selbst. 

  • Den erholsamen Effekt einer Pause kannst Du effektiver nutzen wenn Du nicht rauchst. Etwas Bewegung oder ein paar Dehnübungen wirken sich viel positiver auf Deine Stimmung und Deine Konzentration aus als eine Raucherpause.



 

„Wenn ich aufhöre zu rauchen, nehme ich an Gewicht zu“

Viele ehemalige Raucher berichten davon, nach dem Aufhören an Gewicht zugenommen zu haben. Das liegt unter anderem daran, dass Nikotin den Appetit zügelt und Ex-Raucher Gefahr laufen zu essen statt zu rauchen. Zudem verbraucht der Körper eines Rauchers etwas mehr Kalorien, weil das Nikotin den Stoffwechsel ankurbelt. Dennoch ist Rauchen aus Gewichtsgründen die absolut falsche Schlussfolgerung! Als Du angefangen hast zu Rauchen war das auch nicht, um Gewicht zu verlieren, oder? Achte auf Deine Ernährung und darauf, Dich täglich ausreichend zu bewegen. Verwende das Essen nicht als Ersatzbefriedigung zum Rauchen und Du wirst ein schlanker gesunder Nichtraucher. Es ist einfacher als Du denkst. 

  • Als Nichtraucher verbrennst Du in etwa 200 kcal weniger als zuvor. Das entspricht zum Beispiel einem Sahnejoghurt. Die meisten Nichtraucher nehmen eher zu, weil sie als Rauchersatz nun mehr essen. Such Dir gezielt Ersatzhandlungen die nicht auf die Hüften schlagen.

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„Rauchen verbindet“

Geselligkeit ist bei Rauchern einer der meistgenannten Gründe für das Rauchen. Einer der Vorteile von Rauchen ist es, schnell Anschluss zu finden. Dabei hat das eine mit dem anderen eigentlich nichts zu tun. Es gibt mindestens ebenso viele Nichtraucher, die die Gesellschaft anderer Menschen schätzen und sich unterhalten. Man muss sich keine Zigarette anzünden, um vor die Tür zu gehen, um frische Luft zu schnappen oder einfach gemütlich beisammen zu stehen. Wer denkt, dass Rauchen verbindet, kann genauso gut finden, dass Nichtrauchen verbindet. Und der entscheidende Vorteil: Sie sind für ihre Geselligkeit nicht auf die abgegrenzten Raucherbereiche beschränkt. 

  • Würde es Dir etwas ausmachen wenn sich ein Nichtraucher in eure Raucherrunde gesellen würde? Nein! Durch einen Rauchstopp wirst Du nicht automatisch zum Außenseiter.

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„Rauchen ist Genuss“

Ein weiterer Trugschluss, den Dir die Tabakindustrie nahelegt ist, dass Tabak schmeckt. Was Deiner Zigarette aber eigentlich Geschmack verleiht, ist nicht etwa die nikotinhaltige Pflanze, sondern eine ganze Reihe an Zusatzstoffen. Diese sollen den Konsum erhöhen und die Produktvielfalt erweitern. Wäre nichts als reiner Tabak in der Zigarette, würden die meisten Raucher bei jedem Zug heftig husten und sich regelrecht ekeln. Zudem wissen viele Raucher nicht, dass Tabakkonsum die Geschmacksempfindung erheblich verschlechtert. Ein wirklicher Genuss ist damit kaum möglich. Aber keine Angst: Die volle Genussfähigkeit kehrt schon bald nach dem Rauchstopp wieder zurück. Deine Geschmacksknospen können dann endlich wieder aufatmen.

  • Hat Dir Deine erste Zigarette geschmeckt? Erst durch Gewohnheit, positive Assoziation und Abstumpfung Deines Geschmacksinns lernst Du nach und nach den Zigarettenschmack als positiv zu empfinden.

Rauchen bei Events - es geht auch ohne

„Rauchen macht attraktiv“

Ein Bild von verwegenen, attraktiven Männern und Frauen, die frei sind, das Leben genießen und dabei eine Zigarette rauchen. Kommt Dir das bekannt vor? Wenn ja dann funktioniert die Werbung der Tabakkonzerne erstaunlich gut! Aber was genau ist an stinkenden Fingern und Kleidung, fahler Haut und erhöhtem Krankheitsrisiko begehrenswert? Sehr wenig. Das sehen laut wissenschaftlichen Studien auch immer mehr Menschen genauso. Rauchen und Zähne sowie Mundraum hängen ebenfalls negativ zusammen. Rauchen bewirkt also auch hier genau das Gegenteil! Gesundheit und ein dazu passender Lebensstil machen attraktiv - nicht aber das Rauchen.

  • Rauchen lässt Deine Haut schneller altern. Wenn Du langfristig nach Schönheit und Jugend strebst führt kein Weg am Rauchstopp vorbei.


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„Mein Opa hat sein Leben lang geraucht und ist 95 Jahre alt geworden“

Ja diese Menschen gibt es und jeder Raucher kennt so einen. Doch stehen diese Personen alles andere als stellvertretend für die breite Masse. Die Zahl der rauchbedingten Krankheits- und Todesfälle steigt stetig an. Rauchen ist immer noch einer der größten Risikofaktoren für Herzkreislauferkrankungen und viele Krebsarten. In Deutschland waren im Jahre 2013 knapp 14 % der Todesfälle dem Rauchen zuzuschreiben. Raucher, die sich nur auf Beispiele aus dem Bekanntenkreis verlassen und dabei die Statistik ignorieren, gehen ein hohes Risiko ein bald selbst in einer solchen aufzutauchen.

  • Raucher sterben im Durchschnitt 8 Jahre früher als Nichtraucher. Hör auf die Daten, nicht auf Anekdoten.



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„Rauchen ist Nostalgie“ 

„Früher war alles besser“. Über diesen Satz kann man sich streiten. Für das Rauchen trifft er jedoch nicht zu. Früher durfte überall und jederzeit geraucht werden. Es war chic und Raucherverbote sowie Nichtraucherschutzgesetze waren undenkbar. Vor allem ältere Raucher denken gerne an diese Zeit zurück, in der Konsum von Zigaretten einfach und sogar angesehen war. Jedoch wissen wir durch Forschung heutzutage einfach besser Bescheid. Rauchen ist gesundheitsschädlich und für viele Krankheiten und Todesfälle verantwortlich. Nichtraucherschutzgesetze sind zum Erhalt der Gesundheit von Nichtrauchern wichtig und nötig. Wer aus Nostalgie raucht, sollte vielleicht auch wieder auf Kerzen statt elektrischem Licht umsteigen.

  • Nostalgie kann so schön sein. Aber sie darf uns nicht davon abhalten nach Verbesseungen und Fortschritt zu streben. Lerne aus der Vergangenheit und blicke in die Zukunft.

„Ich schaffe es einfach nicht aufzuhören“

Mit dem Rauchen aufzuhören kann eine schwierige Angelegenheit sein. Erst recht, wenn Du von vielen Rauchern umgeben bist und selbst schon viele Jahre rauchst. Nur ein kleiner Teil der aktiven Raucher hat noch nie versucht aufzuhören. Dagegen befinden sich sehr viele aufhörwillige Raucher im Kampf gegen die Zigaretten. Doch Du musst Dir einfach bewusst machen, wie schädlich Rauchen ist und wie unattraktiv es macht. Es schadet nicht nur Dir, sondern auch Anderen. Rauchen in der Schwangerschaft oder Passivrauchen kann Unschuldige schädigen. Was schon viele vor Dir geschafft haben, schaffst Du auch! Fasse einen Entschluss und höre noch heute auf. Der Schlüssel zum Erfolg: Suche Dir Gleichgesinnte und am vor allem die passende professionelle Unterstützung. Mit viel Disziplin und Mut, wirst auch Du bald ein stolzer Nichtraucherheld. 

  • Dir Hilfe zu holen ist kein Eingeständnis von Schwäche. Das einzige was zählt ist der Erfolg. Tausende Ex-Raucher haben es mit NichtraucherHelden.de geschafft. Du kannst das auch!

 

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Alexander Seifried

Alexander versteht es durch seine Tätigkeit als Fitnesstrainer Menschen zu motivieren und an ihr Ziel zu begleiten. Sport und gesunde Ernährung sind seine Leitprinzipien. Rauchen passt hier einfach nicht dazu. Seine Kenntnisse und Erfahrungen in Gesundheitsfragen möchte er gerne mit Dir teilen.