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XXL-Zigarette im Zug unterwegs nach Dresden - der DGP ruft


Veröffentlicht am 09.04.18 | Isabel Dorst

Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin lud erneut Lungenfachärzte aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz zu ihrem jährlichen Kongress, dem sogenannten DGP  ein. Im letzten Jahr fand der DGP in Stuttgart statt und war die erste Kongresserfahrung für uns. Dieses Jahr wurde der Kongress in Richtung Osten verlagert und zwar nach Dresden. Für uns stand fest: Dem DGP würden wir auch bis ans Ende der Welt folgen (oder zumindest ein paar Kilometer weiter wie Stuttgart). Daher packten wir unsere Köfferchen und begaben uns auf eine längere Reise.

Bilder vom DGP Dresden


Mit lebensgroßem Maskottchen auf Zugfahrt

Bei dieser langen Reise standen wir erst einmal vor der klassischen Wahl: Auto oder Zug? Da wir uns gegen einen festen Stand und für die Flexibilität einer Lauftruppe  entschieden hatten, war auch unser Gepäck recht kompakt und wir entschieden uns für die stressfreiere Variante: den Zug. Bezüglich unseres Plans mit minimalem Gepäck zu reisen, mussten wir aber eine große Ausnahme machen: Unsere heißgeliebte XXL-Zigarette, mittlerweile Markenzeichen der NichtraucherHelden, musste natürlich mitkommen. Also wurden die Koffer gepackt, die Riesenzigarette unter den Arm geklemmt und los ging es. Wir wissen nicht wie viele von euch schon einmal eine Zugfahrt mit einer menschengroßen Zigarette unternommen haben, vermutlich die wenigsten. Aber falls das Bedürfnis danach bestehen sollte, verdutzte, fragende oder völlig irritierte Blicke auf sich zu ziehen, können wir unsere Strategie nur weiterempfehlen. Glücklicherweise waren wir im ICE in einem separaten Sitzabteil, sodass wir ungestört mit unserer Kuschelzigarette die Fahrt nach Dresden verbringen konnten. Mit unserem unauffälligen Gepäck unter dem Arm, sind wir beim Aussteigen am Dresdner Hauptbahnhof auch direkt dem ersten Lungenfacharzt begegnet, der uns bereits aus Stuttgart kannte und ansprach.

Tabakentwöhnung kommt oftmals zu kurz

Doch wieso nahmen wir die Strapazen überhaupt auf uns? Anlässlich zum DGP versammeln sich jedes Jahr hunderte Lungenärzte und Beatmungsmediziner. Dort erhalten sie die Möglichkeit sich weiterzubilden, Fortbildungspunkte einzukassieren und Kontakte zu Kollegen oder Pharmavertretern zu knüpfen. In der Ausstellung präsentieren sich außerdem über 100 Unternehmen und preisen ihre Medikamente, Gerätschaften oder Organisationen an.  Da unserer Meinung nach neben all der Behandlungsmöglichkeiten von Lungenerkrankungen die Prävention nicht zu kurz kommen darf, machten wir es uns zur Mission, so viele Ärzte wie möglich unseren Online-Nichtraucherkurs vorzustellen. Gerade das Thema Tabakentwöhnung und somit die Prävention vor Krankheiten kommt oftmals viel zu kurz. Zum einen bei den Ärzten in Ihrer tagtäglichen Praxis, zum anderen aber auch auf solchen Kongressen und Fortbildungen.

Viel positives Feedback und Interesse der Lungefachärzte

Unser kleiner Wanderzirkus, der aus 3 Personen, inklusive laufender Zigarette bestand, zog die erwünschte Aufmerksamkeit auf sich. Einige alte Bekannte aus dem letzten Lungenkongress in Stuttgart liefen über den Weg und grüßten uns. Eine sofortige Wiedererkennung war dank unseres dezenten Eyecatchers wieder gegeben. Wie es zu erwarten ist, wenn Schwaben Richtung Osten ziehen, war auch eine kleine Sprachbarriere zu bemerken. Die beidseitigen Kommunikationsschwierigkeiten wurden von den meisten aber mit Humor genommen. Die Mehrzahl der Ärzte nahm unser Programm und unsere Mission sehr positiv auf und fragte sogar oftmals nach Flyern für ihre Praxis und Patienten. 

Nach erfolgreichem Kongress durch den Schneesturm nach Hause

Nach zwei langen aber zufriedenstellenden Kongresstagen, meldeten sich auch langsam die schmerzenden Füße. Als dann auch alle Flyer und nikotinfreien Kaugummis verteilt waren, wussten wir: Unser Job ist hier getan! Im Schneesturm machten wir uns auf die Heimfahrt gen Süden und waren damit der kompletten Eisapokalypse mitsamt diverser Streckensperrungen zum Glück einen Tag voraus und wir konnten unsere heißgeliebte XXL-Zigarette wohlbehalten nach Stuttgart zurück bringen.

Es war uns wieder mal eine Freude am  DGP teilzunehmen! Die Erinnerungen an solche interessanten Begegnungen motivieren uns tagtäglich dazu, unserer Mission nachzugehen. Bekanntlich macht Wiedersehn ja Freude. Daher hoffen wir nächstes Jahr in München wieder dabei sein zu können.


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