E-Zigarette mit Dampf
Dampfen statt Rauchen?

E-Zigaretten als moderne Zigarettenalternative

E-Inhalatationsprodukte wie E-Zigaretten, E-Shishas und E-Pfeifen liegen im Trend. Insgesamt geben beinahe 12 % der Teilnehmer einer Befragung der Gesellschaft für Konsumforschung an, schon einmal E-Zigaretten ausprobiert zu haben. Aber wie ist das eigentlich, sinde das gesunde Zigaretten oder ist die E-Zigarette schädlich? Bei diesen modernen Alternativen zu herkömmlichen Tabakprodukten werden Flüssigkeiten, sogenannte Liquids, in verschiedenen Geschmacksrichtungen unter hohen Temperaturen verdampft. Hierbei entsteht demnach Dampf, anstelle von Rauch. Die oftmals nikotinfreien Liquids sollen die E-Zigarette im Vergleich zur herkömmlichen Zigarette weniger gesundheitsschädlich machen und zielen unter anderem auf Raucher ab, die weniger rauchen oder aufhören möchten. 

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Konsum von E-Zigaretten 2014 bis 2018

Während in einer repräsentativen Umfrage aus dem Jahr 2014 etwa 8 % der Befragten angaben, schon einmal Erfahrung mit E-Zigaretten gemacht zu haben, gehörten im Jahr 2018 bereits circa 12 % zu den Jemals-Benutzern von E-Zigaretten. Es konnte innerhalb von 4 Jahren also eine Steigerung der E-Zigaretten-Konsumenten um 4 % verzeichnet werden. Doch wer sind die E-Zigaretten-Konsumenten und was bringt sie zum E-Zigarettenkonsum?

Viele Raucher werden zu E-Zigarettenkonsumenten

Der Anteil derer, die jemals E-Zigaretten konsumiert haben, ist unter den Zigarettenrauchern am größten. Gründe hierfür sind sicherlich, dass die Werbung eine geringere gesundheitliche Schädigung der E-Inhalationsprodukte verspricht. Außerdem sind diese aufgrund des besseren Geruchs und Geschmacks weitgehend besser akzeptiert. Mit 29 % gibt 2018 beinahe jeder dritte Raucher an, bereits E-Zigaretten probiert zu haben, bei Nichtrauchern liegt der Wert dagegen bei nur etwa 3 %. Demnach entscheiden sich hauptsächlich Raucher zumindest gelegentlich für den Gebrauch von E-Zigaretten und Nichtraucher am seltensten. Das bedeutet, wer raucht, dampft auch eher und wer nicht raucht, fängt auch das Dampfen kaum an. Doch auch hier stieg der Anteil in den letzten Jahren an. So waren 2014 unter den Nichtrauchern lediglich 1,5 % und unter den Rauchern knapp 20 % E-Zigaretten-Konsumenten.

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Auch ehemalige Raucher stellen eine Risikogruppe für den E-Zigaretten-Konsum dar. So dampfen sie laut der Studie deutlich häufiger als Nichtraucher. Mit 6,5 % im Jahr 2018 liegen sie dennoch deutlich unter dem E-Zigaretten-Konsum bei aktuellen Rauchern. Jedoch scheint die E-Zigarette nach dem Rauchstopp im Vergleich zum Stellenwert bei Nichtrauchern an Bedeutung zu gewinnen.
Doch wie sehen die Zahlen aus, wenn wir uns regelmäßige E-Zigaretten-Konsumenten anschauen? Unter den Rauchern zählten 2018 etwa 7 % zu den regelmäßigen Konsumenten der E-Produkte, Ex-Raucher und Nie-Raucher dagegen lagen bei nur etwa 1 % und 0,2 %. Andersherum ausgedrückt: Unter den etwa 3 % regelmäßigen E-Zigarettenkonsumenten sind ca. 86 % Raucher. E-Zigaretten locken also hauptsächlich Raucher an, während wenige Nichtraucher dadurch zum Raucher werden. 

Jugendliche rauchen E-Zigaretten
Konsum von E-Zigaretten gerade bei Jugendlichen ansteigend

Junge Menschen besonders gefährdet

Des Weiteren konsumieren hauptsächlich junge Menschen vermehrt E-Zigaretten. So gaben 2018 sage und schreibe 21 % der 16-29 Jährigen an, schon einmal E-Zigaretten verwendet zu haben. Doch gerade Jugendliche sollten doch die Finger von der Zigarette lassen. Es ist kaum vorstellbar, warum rauchen Jugendliche überhaupt. Mit der E-Zigarette scheint die Motivation noch größer zu werden. Unter den 45-64 Jährigen sind es immerhin noch 12 %, während nur 1 % der Befragten über 65 angaben, jemals E-Zigaretten verwendet zu haben. Allgemein nahm der E-Zigarettenkonsum aber in allen Altersklassen von 2014 bis 2018 zu. Der Konsumsprung war bei den 16-29 Jährigen mit einer Zunahme um 11 Prozentpunkte aber am größten. Es wird also deutlich, dass besonders jüngere Konsumenten durch die neue Technologie und die vielfältigen Geschmacksrichtungen angezogen werden.

 

Dampfen für die Gesundheit?

Der Konsum von E-Zigaretten und weiteren E-Inhalationsprodukten ist gesundheitlich trotz aller Werbeversprechen keineswegs unbedenklich. So enthalten die meisten Liquids zwar im Zweifel kein Nikotin, dafür aber andere Stoffe, die als gesundheitsgefährdend eingestuft werden. Hierzu gehört u.a. Propylenglykol, dessen Höchstwert bereits bei geringem Konsum von E-Zigaretten überschritten wird. Das Verdampfen bei extrem hohen Temperaturen sorgt außerdem für die Entstehung zahlreicher schädlicher, krebserregender Substanzen. Wer versucht, sein Mittagessen bei 800 °C zuzubereiten, kommt vermutlich zu einem ähnlichen Schadstoffcocktail. Hinzu kommen bei manchen Liquids bestimmte Aromastoffe, die Allergien auslösen und Atemwegserkrankungen begünstigen können. Daher können auch durch E-Zigaretten Du selbst und Deine Mitmenschen geschädigt werden. Schau Dir hierzu auch unseren Artikel E-Zigarette an, der Dir ausführliche Infos für die Schädlichkeit der E-Inhalationsprodukte gibt. Du siehst also, dass sich auch nikotinfreie Rauchalternativen negativ auf die Gesundheit auswirken können. Die E-Zigarette steht der herkömmlichen Zigarette in Sachen Gesundheitsschädlichkeit also nicht wirklich nach. Ein Umstieg von der normalen zur E-Zigarette sollte daher wenn überhaupt nur als Übergang aus der Nikotinsucht angedacht werden. Laut Experten aber ist die E-Zigarette auch als Hilfsmittel für den Rauchstopp wegen der bleibenden Suchtgefahr nicht zu empfehlen. Du solltest Dir nämlich immer darüber im Klaren sein, dass Du Dir durch die Handhabung und die klassischen Raucherrituale die psychische Abhängigkeit aufrecht erhälst. Sei also lieber bereit für den Rauchstopp und werde endlich frei von Deinen Lastern und allen Einschränkungen Deiner Freiheit. 

Wie normale Zigarette aussehende E-Zigarette
Viele Raucher werden zu E-Zigaretten-Rauchern
 

Fazit

Der gelegentliche Konsum von E-Zigaretten nimmt in den letzten Jahren deutlich zu, wobei die regelmäßige Verwendung eher selten ist. Die meisten Benutzer sind Raucher und verwenden parallel Tabakprodukte und E-Inhaltationsprodukte. E-Zigaretten sollten jedoch nicht als Mittel zum Rauchstopp eingesetzt werden, da die psychische Abhängigkeit erhalten bleibt. Am gesündesten ist und bleibt der Rauchstopp. Gib dir also einen Ruck und lege noch heute den Glimmstängel zur Seite.