Nikotinsprays - sind sie immer notwendig?


Mit dem Rauchen aufhören? Ein großer und nicht immer leichter Schritt! Auch wenn man fest davon überzeugt ist, endgültig rauchfrei zu leben, so gestaltet sich der Schritt zum Nichtraucher oftmals als sehr schwierig. Viele geben bereits nach einigen Tagen auf und greifen wieder zur Zigarette. Ein Grund dafür sind vor allem die Entzugserscheinungen, wie zum Beispiel edepressive Stimmung, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen. Mittlerweile gibt es verschiedene Hilfsmittel auf dem Markt, die bei der Rauchentwöhnung helfen sollen. Dazu zählen auch die Nikotinsprays. Alle Informationen zur Wirkungsweise, Anwendung und Erfolg dieses Nikotinersatzmittels erfahrt ihr hier bei uns.

von Pia Dreiner


Nikotinersatztherapie

Über die Jahre hinweg gewöhnt sich unser Körper an das Rauchen und damit vor allem an das im Tabak enthaltene Nikotin. Es kann eine Nikotinabhängigkeit entstehen, die es dem Raucher erschwert, mit dem Rauchen wieder aufzuhören. Denn Rauchen ist Nikotinsucht. Entscheidet man sich trotzdem für einen Rauchstopp, so kann es zu verschiedenen Entzugserscheinungen kommen. Ein starkes Rauchverlangen macht sich breit, welches sich unter anderem auch in einem aggressiven Verhalten, Unruhe und Schlafstörungen zeigt. Um diesen Beschwerden des Entzugs entgegen zu wirken bzw. vorzubeugen, kann auf eine Nikotinersatztherapie zurückgegriffen werden. Hier kommen verschiedene pharmakologische Mittel zum Einsatz. Dazu zählen Nikotinkaugummis, Nikotinpflaster, Nikotinlutschtabletten, Nikotininhalationsgeräte und  auch Nikotinsprays.

 

 

Schritt für Schritt weniger Nikotin

Um die Entzugsbeschwerden möglichst gering zu halten, wird mit dem Nikotinspray Nikotin in kleinen Mengen zugeführt. Auf lange Sicht soll dem Körper immer weniger Nikotin verabreicht werden, um die Abhängigkeit des Körpers vom Nikotin zu beenden. Bei diesem Spray handelt es sich um eine kleine Pumpflasche, mit der man stoßweise Nikotin in den Mundraum sprüht. Dort wird das Nikotin über die Mundschleimhaut aufgenommen. Kommt es also während der ersten Tage und Wochen nach der letzten Zigarette zu einem starken Verlangen nach einer Zigarette, so greift man auf das Spray zurück. Laut Angaben des Herstellers wird das Verlangen binnen 60 Sekunden gestillt.

 

Schritt für Schritt zum Nichtraucher

Die richtige Anwendung ist entscheidend für den Erfolg!

Bei der Anwendung des Nikotinsprays ist es wichtig, der genauen Dosierung des Beipackzettels bzw. den Angaben des Arztes zu folgen. So empfehlen Hersteller Folgendes: 

  • das Spray alle 30 bis 60 Minuten anwenden, wenn ein akutes und starkes Verlangen vorherrscht. 

  • ein einziger Stoß des Sprays ist hier meist ausreichend. 

  • es sollten nicht mehr als 4 Stöße des Sprays in einer Stunde eingenommen werden. 

  • die durchschnittlich empfohlene Anwendungsdauer des Sprays liegt bei 12 Wochen.

  • ab der zweiten Hälfte der 12 Wochen sollen die Anzahlen der täglichen Sprühstöße reduziert werden, um zum Ende der Therapie mit möglichst wenigen Stößen auszukonnem und somit das Medikment absetzen zu können. 

  • Ziel ist es, nach 3 bis 6 Monaten bereits ohne Nikotin auszukommen. 

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Nicht jeder darf zum Nikotinspray greifen!

Wie jedes andere Mittel der Nikotinersatztherapie sind auch Nikotinsprays nur in Apotheken erhältlich. Ein Rezept ist aber nicht nötig. Nicht angewendet werden sollte ein Nikotinspray, wenn ein Schlaganfall, Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Lebererkrankungen, Diabetes mellitus, Nierenerkrankungen, Schilddrüsenüberfunktion oder Entzündungen der Speiseröhre vorliegen. Auch Personen, welche anfällig für allergische Reaktionen sind, sollten besser keine Nikotinsprays benutzen, da diese zu Hautausschlag, Schwellungen und Juckreiz führen könnten. Über sonstige Nebenwirkungen ist bisher nichts bekannt. Manche berichten über ein Brennen an den Lippen, wenn sie in Kontakt mit dem Spray gekommen sind oder über aufgetretenen Schluckauf. Gefährlich kann es werden, wenn parallel weiter zwischendurch zur Zigarette gegriffen wird. Denn nicht nur durch zu häufig eingenommene Stöße des Sprays, sondern auch durch die Kombination von Zigarette und Nikotinspray kann es zu einer Überdosierung mit Nikotin kommen. Im schlimmsten Fall können daraus Atembeschwerden, Kreislaufkollaps, Krampfanfälle und Blutdruckabfälle resultieren. Daher ist eine genaue Einhaltung der Dosierung enorm wichtig!

Rauchstopp und Entzugserscheinungen

Wie schaffe ich es am besten Nichtraucher zu werden?

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Klein, einfache Anwendung und schnelle Wirkung.

Als kleines Pumpspray kann das Nikotinspray in der Hosentasche oder Handtasche überall bequem mitgenommen werden. Durch seine einfache Handhabung und seine schnelle Wirkung kann bei einem akuten Rauchverlangen schnell und effektiv mit dem Spray dagegen angegangen werden. Wird die richtige und abnehmende Dosierung beachtet, so kann das Nikotinspray hilfreich bei der Rauchentwöhnung sein und Abhilfe gegen die sonst eintretenden Entzugserscheinungen schaffen. 

 

Dein Arzt klärt über Nikotinsprays auf

Beratendes Gespräch mit dem Arzt sinnvoll!

Ob das Nikotinspray für Dich das optimale Mittel für die Rauchentwöhnung ist, kann keiner sicher sagen. Am besten lässt du Dich von Deinem Arzt beraten und Ihr überlegt Euch gemeinsam, wie Du am besten vorgehst, um den Schritt zum Nichtraucher zu wagen. Denn nicht jeder ist auf eine Nikotinersatztherapie angewiesen. Mit dem passenden Programm kann es auch ganz ohne Helferlein funktionieren. Informiere Dich am besten sobald es geht bei Deinem Arzt und schaue gerne auch bei unserem Programm oder unserer App vorbei. So schaffst Du es in ein rauchfreies Leben!

 

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Pia Dreiner

Pia beschäftigt sich in ihrer beruflichen und sportlichen Laufbahn mit Themen rund um Fitness und Gesundheit. Ihr fachlich fundiertes Wissen hierzu sammelt sich in ihrem aktuellen Masterstudium der Sportwissenschaften und ist so immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft. Dieses Wissen möchte sie mit euch teilen und euch so auf dem Weg in ein gesundes, rauchfreies Leben beraten und unterstützen.