Rauchverbot im grünen Straßburg


Ein neues Jahr und neue Gesetze, eines davon betrifft vor allem Raucher. Seit letzten Sommer gilt in Straßburg ein Rauchverbot in öffentlichen Parks und Stadtwäldern. Ab 2019 sind nun auch Geldstrafen bei Verstoß gegen das Rauchverbot fällig. Damit ist Straßburg die erste größere Stadt in Frankreich in der es Rauchern auf öffentlichen Grünflächen an den Kragen geht. Somit soll das Ziel, die weit verbreitete Nikotinsucht einzudämmen, erreicht und ebenso der Umweltschutz gefördert werden. Was bei einem Besuch im grünen Straßburg zu beachten ist, erfährst du hier bei uns.

von Alena Fricker


Rauchverbot im grünen Straßburg in Parks



Bereits im letzten Jahr beschloss der Straßburger Stadtrat einstimmig die Verbannung der Zigaretten aus Parks und allen Stadtwäldern. Sogar die Raucher selbst sollen mehrheitlich für ein Raucherverbot in den Stadtparks gestimmt haben, so der Stadtrat. In einer Befragung die der Abstimmung vorausgegangen sei, hätten sich 57 % der Raucher für ein Verbot ausgesprochen. Unter den Nichtrauchern seien es ca. zwei Drittel gewesen. So sind die Verbotsschilder nun seit vergangenem Sommer am Rande der sechs Parks zu finden. Wer dennoch nicht vom Glimmstängel lassen kann, muss seit Beginn dieses Jahres auch mit Geldstrafen rechnen. In welcher Höhe diese genau ausfallen sollen, ist momentan noch nicht abschließend geklärt.

Vorreiter Straßburg: Zigaretten landesweit auf Spielplätzen untersagt

Spielplätze sollten rauchfrei sein



Bereits 2015 war Straßburg ein Vorreiter in Sachen Rauchverbot. Was zunächst nur in der Stadt begann, ist mittlerweile landesweit untersagt: Rauchverbot auf Spielplätzen. So sollen Kinder und Jugendliche geschützt und der Umweltverschmutzung durch achtlos weggeworfene Zigarettenstummel der Kampf angesagt werden. Auch einige Kommunen in Deutschland haben sich dies bereits zum Vorbild genommen und ein Qualmverbot auf Spielplätzen verhängt. Auch in London wurde 2014 über ein Rauchverbot in Parks nachgedacht, umgesetzt wurde es bisher jedoch noch nicht.

 

Glimmstängelverbot schützt städtische Grünflächen 

Dass sich derartige Verbote durchaus auszahlen, ist in Übersee zu erkennen. In New York gilt seit 2011 das Anti-Raucher Gesetz, welches das Rauchen in Parks, an Stränden und in den Fußgängerzonen untersagt. Hiermit sollen vor allem Nichtraucher geschützt und die Auswirkungen durch Passivrauchen gesenkt werden. Seit der Einführung dieses Gesetzes, das sich seither weiter verschärft hat, ist die Anzahl der Raucher um etwa ein Drittel gesunken und liegt derzeit bei 14 % aller Einwohner in New York. Im Vergleich dazu rauchen in Berlin sage und schreibe 31 % alle Bürger, in anderen deutschen Städten wie München oder Stuttgart liegen die Zahlen mit etwa 15 % Raucher deutlich darunter. Was kann man also sagen, hat Deutschland viele Raucher? Durchschnittliche Raucherzahlen liegen in Frankreich bei 35 %, in Deutschland bei 25 %. Also noch deutlich viel zu hoch. 

Keine Gefahr von Passivrauch in Parks mehr

 

Fazit

Wie viel zahlt Deine Krankenkasse am Nichtraucher-Kurs? Je nach Kasse werden Dir bis zu 100 % der Kosten erstattet.

 

Weltweit liegt Europa in Sachen Nichtraucherschutz eher auf den mittleren Plätzen. In Straßburg jedoch wird das Qualmverbot nun ausgeweitet. Nicht nur auf Spielplätzen, sondern auch in allen städtischen Parks gilt nun ein generelles Rauchverbot. Dies soll vor allem Kinder und Jugendliche vor dem Passivrauchen, als auch die Umwelt vor schwerwiegende Verschmutzung durch achtlos weggeworfene Zigarettenstummel, schützen. Weshalb dies so wichtig ist findest Du in unseren Artikeln Passivrauchen- Halb so wild oder brandgefährlich? und Rauchen und Umwelt - zerstört es unsere Welt?. Informiere Dich jetzt, welche Folgen Rauchen auch für deine Mitmenschen und Deine Umgebung hat. Dies hilft Dir vielleicht beim Griff nach der nächsten Zigarette zu zögern.
 

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Alena Fricker

Alena begeistert das Thema Ernährung und Gesundheit schon seit vielen Jahren beruflich, als auch privat. Nach ihrem erfolgreichen Studium der Ernährungswissenschaft, ist sie nun in der Wissenschaft und Forschung tätig. Als Pilatestrainerin ist sie es gewohnt zu motivieren und anderen zu helfen, stets ihr Bestes zu erreichen. Ihr fachliches Wissen und ihre Motivation, selbst den healthy lifestyle -natürlich ohne Rauchen- zu leben, möchte sie hier mit euch teilen.