Raucherschäden in Hülle und Fülle


Rauchen schädigt die Lunge und macht abhängig. Dieser logische Zusammenhang ist den allermeisten Rauchern durchaus bekannt– dennoch rauchen viele weiter. Darüber hinaus schädigt der Tabakkonsum aber noch viele weitere Organe und Körperfunktionen. Wir klären auf, welche die häufigsten Raucherschäden sind und warum der Rauchstopp wirksamer ist als jede Pille! Brauchst Du noch Gründe um aufzuhören? Dann lies unbedingt weiter.

von Alexander Seifried


Raucherschäden gibt es zahlreiche


Rauch im ganzen Körper

Der Rauch Deiner Zigarette landet nach dem Einatmen zuerst einmal in der Lunge. Von da an dauert es jedoch nur wenige Sekunden bis das Nikotin und unzählige weitere Schadstoffe in die Blutbahn aufgenommen werden. Über das Blut erreicht das Nikotin schnell das Gehirn und entfaltet dort seine Wirkung. Rauchen schadet. Da die schädigenden Stoffe über das Blut transportiert werden, ist es nur logisch, dass sich auch die negativen Folgen nicht auf die Lunge und das Gehirn beschränken. Vielmehr ist so ziemlich jeder Körperteil betroffen. Eines ist sicher: Rauchen schadet der Gesundheit. Welche Schäden das im Einzelnen sind, zeigt folgende Tabelle. Wichtig hierbei ist, dass Passivrauch das Risiko ebenso erhöht, wie das aktive Inhalieren! Aufgrund der extrem hohen Zahl an gesundheitlichen Folgen, werden nur einige Beispiele aufgeführt.

Berechne hier wie viel Geld Du sparen kannst, wenn Du mit dem Rauchen aufhörst und was Du Dir alles gönnen kannst:

 

Raucherschaden Risiko
Lungenkrebs Jährlich erkranken 53.000 Menschen in Deutschland an Lungenkrebs. Mehr als 85% der männlichen und 60% der weiblichen Lungenkrebspatienten sind Raucher.
Krebs allgemein Rauchen ist für alle Krebsarten der größte vermeidbare Risikofaktor! Über 200.000 Menschen sterben jährlich in Deutschland an Krebs.
Schlaganfall Rauchen ist hinter Bluthochdruck der zweitwichtigste Risikofaktor für einen Schlaganfall. Durch die Schädigung der Blutgefäße führt Rauchen allerdings selbst zu erhöhtem Blutdruck und erhöht das Risiko somit doppelt. Schon 2-10 Zigaretten täglich erhöhen das Schlaganfallrisiko um das 2,2-Fache. Je mehr geraucht wird, desto höher ist das Risiko!
Raucherbein In Deutschland leiden schätzungsweise 4,5 Millionen Menschen an den Folgen einer sogenannten peripheren arteriellen Verschlusskrankheit. Diese wird umgangssprachlich auch Raucherbein genannt. 90% der Fälle gehen auf eine Verstopfung der Blutgefäße zurück, wofür Rauchen ein Hauptrisikofaktor ist.
Herzinfarkt Jeder dritte der fast 50.000 jährlichen Herzinfarkte ist durch Rauchen bedingt. Dabei sind über 98% aller Patienten unter 40 Jahren Raucher.
Zahnausfall Raucher haben ein 2,5- bis 3,6-fach erhöhtes Risiko für Zahnausfall als Nichtraucher 
Chronisch Obstruktive Lungenkrankheit Ungefähr 7 Millionen Menschen in Deutschland leiden an COPD, einer gefährlichen Lungenerkrankung. 90% von Ihnen sind (Ex)-Raucher
Typ 2 Diabetes Raucher haben ein doppelt so hohes Risiko an Diabetes zu erkranken wie Nichtraucher
Sterberisiko Das Risiko, in den nächsten 20 Jahren zu sterben ist bei Rauchern um 52% erhöht. Raucher leben im Schnitt 10 Jahre kürzer als Nichtraucher.
Gesamttodesfälle pro Jahr 110.000-140.000 Todesfälle sind in Deutschland jährlich dem Tabak zuzuschreiben. Das entspricht 300 Tabakopfer – ein voller Jumbo-Jet – pro Tag. Weltweit stirbt diese Zahl an Menschen jede Stunde an den Tabakfolgen
Tabakbedingte Todesfälle pro Jahr 13,5% aller Todesfälle in Deutschland sind auf das Rauchen zurückzuführen. Das ist fast jeder Achte. Das bedeutet statistisch, dass einer von acht Personen, die Du kennst, an den Folgen des Rauchens versterben könnte. Dabei kann dies sowohl durch aktives Rauchen als auch durch Passivrauchen bedingt sein. 

Rauchen und Medikamente

Doch Rauchen erhöht nicht nur das Risiko zahlloser gefährlicher Krankheiten, sondern verändert auch die Wirkungsweise vieler Medikamente. Durch das Rauchen werden einige Wirkstoffe schneller wieder aus dem Körper ausgeschieden und können so nicht wie geplant wirken. Dies ist besonders relevant bei Medikamenten, die eben gerade gegen tabakbedingte Erkrankungen eingenommen werden müssen wie zum Beispiel Theophyllin gegen Asthma und weitere Atemwegserkrankungen. Darüber hinaus erhöht das Rauchen die Nebenwirkungen einiger Medikamente.

Medikamente wirken oft bei Rauchern anders

Fazit

Die Zahl der tabakbedingten Erkrankungen ist extrem hoch. Das Risiko an lebensbedrohenden Krankheiten wird durch Tabakkonsum vervielfacht. Die gute Nachricht: Ebenso wie die Ursache haben alle diese Krankheiten einen gemeinsamen Nenner in der Therapie – den Rauchstopp. 
 

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Alexander Seifried

Alexander versteht es durch seine Tätigkeit als Fitnesstrainer Menschen zu motivieren und an ihr Ziel zu begleiten. Sport und gesunde Ernährung sind seine Leitprinzipien. Rauchen passt hier einfach nicht dazu. Seine Kenntnisse und Erfahrungen in Gesundheitsfragen möchte er gerne mit Dir teilen.