Rauchstopp und Haut – Wie regeneriert sie sich nach dem Rauchen aufhören?


Die Haut von Rauchern wirkt oft blass und leicht gräulich. Außerdem altert ihre Haut schneller und sie leiden oft an Pickeln oder trockenen Stellen. Aber Du kannst mit einem Rauchstopp Deine Haut wieder strahlen lassen! Wir zeigen Dir, wie sich die Haut nach dem Rauchstopp regeneriert.

von Larissa Hillenbrand


Wie verändert und schädigt Rauchen die Haut?

Die Haut ist das größte Organ des Körpers mit etwa 2m² Fläche. Sie schützt den Körper vor Krankheitserregern und reguliert über Schwitzen die Temperatur sowie den Wasserhaushalt. Aber nur eine gesunde Haut kann richtig arbeiten. Durch Tabakrauch wird die Haut gleich mehrfach geschädigt:

  • Beschleunigte Hautalterung

  • Entstehung von Hautkrankheiten

  • Gestörte Wundheilung

Wie schädigt rauchen die Haut?


Rauchstopp und Haut: Wie schnell erholt sich die Haut, wenn ich aufhöre zu rauchen?

Wird die Haut wieder besser, wenn man aufhört zu rauchen? Klare Antwort: Ja! Die Haut verzeiht Dir in gewissen Maße Deine Jahre als Raucher und Du kannst Dich auf eine bessere Haut nach dem Rauchstopp freuen. Schon 20 Minuten nach der letzten Zigarette verbessert sich die Durchblutung der Haut und damit wird der Prozess der vorzeitigen Hautalterung gestoppt und die Haut kann sich wieder erholen. Direkt jünger wird die Haut allerdings nicht, aber sie wirkt schnell rosiger, frischer und damit attraktiver.

 

Was passiert mit der Haut, wenn man aufhört zu rauchen?

Beim Rauchen aufhören beginnt die Regeneration der Haut fast unmittelbar nach der letzten Zigarette. Auf diese Hautverbesserungen nach dem Rauchstopp kannst Du Dich freuen:

 

1.    Wieder Farbe im Gesicht - frischer und rosiger Teint

Regelmäßige Raucher haben oft eine fahle Gesichtsfarbe. Auslöser ist das Nikotin, da sich hierdurch die Blutgefäße im Körper verengen. Daraus ergibt sich eine schlechtere Durchblutung und die Haut wird weniger mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Kein Wunder, dass die Hau eines Rauchers oftmals müde und leicht gräulich mit dunklen Augenschatten erscheint. Erst mit dem Rauchen aufhören gehen die Augenringe weg und die Durchblutung wird verbessert, sodass die Haut wieder strahlen kann. Durch die bessere Nährstoffversorgung wird die Haut wieder rosig und der Teint wirkt frischer.

 

2.    Trockene Haut ade

Durch den Nikotinentzug kannst nicht nur Du selbst, sondern auch Deine Haut endlich wieder aufatmen. Das Rauchen hat die trocken und schuppig gemacht. Die feine Partikel des Zigarettenrauchs verstopfte Hautporen. Mit dem Rauchstopp werden sie endlich wieder frei. Trockene, rissige und spröde Hautpartien sind damit Geschichte.

 

3.    Straffere Haut nach dem Rauchstopp – die vorzeitige Hautalterung stoppt

Je länger geraucht wird, desto schneller altert die Haut. Bei Frauen sogar noch schneller als bei Männern. Raucher haben im Schnitt eine um zehn Jahre ältere Haut als Nichtraucher. Dafür sorgen besonders die vielen freien Radikale im Tabakrauch. Der Tabakrauch hemmt somit die Erneuerung der Kollagenfasern in der Haut – fördert aber den Abbau von Kollagen- und Elastinfasern. Die Oberhaut bekommt durch die unzureichende Durchblutung außerdem weniger Feuchtigkeit und es bilden sich vermehrt Falten. Mit einem Rauchausstieg stoppt der vorzeitige Alterungsprozess und die Haut kann in ihrem natürlichen Tempo altern.

 

4.    Rauchstopp – die Hautunreinheiten verschwinden

Rauchen fördert die Entstehung von Pickeln und Hautunreinheiten, da der Eigenschutz der Haut durch den ständigen Nähr- und Sauerstoffmangel gestört wird. Somit haben Bakterien leichtes Spiel und können einfacher in die Haut eindringen und Entzündungen begünstigen. Entstehen dadurch Pickel oder gar Akne, kann diese auch schlechter abheilen, da Rauchen auch die Wundheilung verlangsamt. Nach dem Rauchstopp werden Haut und Pickel besser – der natürliche Schutz der Haut wird wiederaufgebaut und Bakterien besser abgewehrt.

 

Wusstest Du schon, dass...

  • ... 41% der Raucher Akne haben,

  • ... aber nur 25% der Nichtraucher?

 

5.    Risiko für Hautkrankheiten verringert sich

Durch das Rauchen aufhören beginnt die Regeneration der Haut und sorgt für ein besseres Hautbild. Aber nicht nur optisch tut der Rauchstopp der Haut gut – auch das Risiko für Hautkrankheiten wie Schuppenflechte, Akne oder Ekzemen sinkt. Außerdem reduziert sich als Nichtraucher die Wahrscheinlichkeit an bösartigen Tumoren oder schwarzem Hautkrebs zu erkranken.

Risiko für Hautkrankheiten sinkt

Nicht nur die Haut erholt sich: Weitere Körperveränderungen nach dem Rauchstopp

Mit dem Rauchen aufhören tust Du aber nicht nur Deiner Haut etwas Gutes – Dein ganzer Körper wird profitieren. So verbessern sich mit einem Rauchstopp Haut und Haare. Die Haare werden wieder kräftiger und wirken voller. Aber es geht noch weiter. Auch die Lungenfunktion verbessert sich und Beschwerden wie der Raucherhusten gehen zurück. Außerdem sinken langfristig die durch das Rauchen erhöhten Risiken für Krebserkrankungen, Schlaganfall und Herzinfarkt.

Rauchen aufhören – Deine Haut wird schlechter?

Einige Ex-Raucher berichten, dass nach dem Rauchstopp die Haut schlechter wurde. Das kann durchaus vorkommen, liegt aber nicht am eigentlichen Rauchausstieg, sondern an begleitenden Faktoren. Wenn Du das Rauchen mit Süßigkeiten naschen oder fettigen und ungesunden Lebensmittel kompensiert, kann sich die Haut verschlechtern und Pickel und Unreinheiten entstehen. Durch den Wegfall des Rauchens als Ritual entsteht oftmals eine Nervosität und manche frischgebackenen Nichtraucher fassen sich daher unbewusst öfters ins Gesicht oder fahren sich mit ungewaschenen Händen unruhig über die Haut. Auch das kann zu Unreinheiten führen. Besser: Suche Dir gesunde Alternativen wie Gemüsesticks und beschäftige Deine Hände beispielsweise mit einem Stressball.

Fazit – Die Haut nach dem Rauchstopp kann sich wieder erholen

Unmittelbar nach dem Rauchen aufhören beginnt die Regeneration der Haut: Durch die gesteigerte Durchblutung verbessern sich Teint, Hautunreinheiten und trockene Haut. Nach dem Rauchstopp ist das Hautbild reiner, gesünder und schöner. Außerdem wird die vorzeitige Hautalterung gestoppt und das Risiko für Hautkrankheiten wie Schuppenflechte, Ekzemen oder schwarzem Hautkrebs verringert. Tipp für eine extra Motivation: Mache beim Rauchstopp von Deiner Haut Vorher und Nachher Bilder!


Rauchstopp und Haut – welche Erfahrungen habt ihr schon gesammelt? Schreibt es uns in die Kommentare!

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Larissa Hillenbrand

Larissa ist studierte Medienwirtschaftlerin und Kommunikationsexpertin. Das Thema Gesundheit liegt ihr am Herzen und damit auch ein rauchfreies Leben. Sie begleitet Dich im Magazin auf dem Weg zum Nichtraucher und zum gesunden Lifestyle.

Kommentare

Caroline

30.03.2020

Mit Pickeln oder Unreinheiten hatte ich nie ein Problem, meine Haut war immer gut. Aber dass sie schneller altert, merke ich schon... ich hoffe, dass ich es bald schaffe, mit dem Rauchen aufzuhören. Jetzt habe ich zumindest noch eine weitere Motivation.

Marty

04.04.2020

Habe am 26 Januar 2020 meine letzte Kippe geraucht. Habe 19 Jahre gequalmt, ca. 10-20 Zigaretten täglich. Haut wird allmählich besser, es ist aber ein langwieriger Prozess wie es scheint.

NichtraucherHelden-Team

06.04.2020

Das ist doch super! Viel Erfolg weiterhin!

Charlotte

04.12.2020

Hallo, Ich habe vor genau 42 Tagen aufgehört zu rauchen. Ich habe kein Verlangen nach Nikotin. Also klappt alles super bei mir. Mein Problem ist dass ich sehr schlechte Haut im Gesicht bekommen habe. Viele Pickel ect... Ich verspüre keine Nervosität, fasse mir nicht oft ins Gesicht und ernähre mich seit Jahren sehr bewusst und gesund. Woran kann es liegen dass ich so viele Pickel und Flecken bekomme? LG

NichtraucherHelden-Team

07.12.2020

Eigentlich sollte sich Deine Haut mit dem Rauchstopp verbessern - nicht verschlechtern. Gib Dir noch etwas Zeit. Sollte sich Deine Haut weiterhin nicht erholen, wende Dich am besten an Deinen Hautarzt. Viel Erfolg weiterhin!

Nana

14.01.2021

Die ersten 3 Tage fand ich am einfachsten. Heute ist Tag 5 und ich frage mich wann ich endlich eine rauchen darf... Gar nicht! Wäh zum Kotzen. Was kann ich gehen Aggression und depri bei rauchstopp machen?

NichtraucherHelden-Team

18.01.2021

Hier hilft am besten Ablenkung! Suche Dir Alternativen und Ablenkungsmöglichkeiten für jede Rauchssituation in Deinem Alltag. Auch Belohnungen zwischendurch können helfen. Viel Erfolg!

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