Rauchen aufhören beginnt im Kopf - ändere Deine Einstellung!


„Mit dem Rauchen aufhören ist kinderleicht, ich habe es schon hundert Mal geschafft.“ Dieses Zitat, das Mark Twain zugeschrieben wird, beschreibt das Problem, das viele Raucher haben: Sie geben das Rauchen auf und werden wieder rückfällig. Andersherum hast Du bestimmt auch schon einmal von Personen gehört oder sogar in Deinem direkten Umfeld solche Personen erlebt, die von einem Tag auf den anderen aufgehört haben zu rauchen und auch danach nie wieder zur Zigarette gegriffen haben. Doch warum gelingt Manchen, woran andere scheitern? Die Antwort: Rauchen aufhören beginnt im Kopf.

von Alexander Seifried


Rauchen aufhören beginnt im Kopf - Denke positiv


Warum Du glaubst Zigaretten zu brauchen

Zunächst einmal solltest Du Dir klarmachen, warum Du rauchst und warum Du damit angefangen hast. Wenn die Antworten darauf „um zu entspannen“ oder „weil alle in der Pause rauchen“ lauten, sind das keine besonders guten Gründe dafür Deiner Gesundheit zu schaden. Alleine diese Reflexion kann schon helfen Dein Rauchverhalten zu hinterfragen. Am Ende des Tages gibt es keinen plausiblen Grund zu rauchen – außer denjenigen, die Du Dir einredest. So konnten Studien zeigen, dass die vermeintlich entspannende Wirkung von Rauchen allein darin liegt den Stress abzubauen, den das Absinken des Nikotins im Blut seit des Nikotinhochs der letzten Zigarette ausgelöst hat. Ein Teufelskreis - die Zigarette als Stresskiller ist nichts als ein Trugschluss. Die Entspannung durchs Rauchen – ein Irrtum. Aber warum rauchen wir dann? Gute Frage, keine Antwort. Unser Gehirn koppelt unbewusst Reize mit dem Rauchen. So gewöhnen sich Raucher leicht daran in der Pause, nach dem Essen oder an der Bushaltestelle zu rauchen und verbinden diese Ereignisse mit dem Zigarettenkonsum. Das Gefühl von Freiheit und Abenteuer? Die Entspannung nach einem langen Tag? Du merkst bestimmt, dass all das nicht nur auch ohne Zigaretten funktioniert, sondern dass das auch genau die Gefühle, Reize und Assoziationen sind, die die Tabakindustrie in Dir wecken möchte. Natürlich immer mit dem Ziel Dich als Raucher zu behalten. Also durchbreche die alten Muster und Deinen inneren Schweinehund und entscheide Dich bewusst gegen das Rauchen.

 

Die selbst erfüllende Prophezeiung

Ehemaligen Rauchern, die den Ausstieg  dauerhaft geschafft haben, gelang das auch deswegen, weil sie starke Gedanken hatten. Die Motivation beim Rauchen aufhören ist entscheidend für den Erfolg. Sie wussten, dass sie es schaffen und fielen auch nach Rückschlägen nicht in alte Muster zurück. Wenn Du denkst, dass du es vielleicht nicht schaffen könntest, mit dem Rauchen aufzuhören, dann wird es Gründe und Gelegenheiten geben wieder damit anzufangen oder es erst gar nicht zu versuchen. Jedoch funktioniert unser Gehirn sehr wohl auch in die andere Richtung. Ebenso wie Raucher mit der Zeit glauben Zigaretten zu brauchen, können wir uns auch positive Gedanken, Erfolg und Durchhaltevermögen „einreden“. Man spricht hierbei auch von Autosuggestion. Zum Beispiel kennen die weltbesten Sportler die Macht der Gedanken und verwenden regelmäßig Techniken der Autosuggestion. So schaffen sie sich ihre ganz eigene, positive Gedankenwelt. Wenn Du testen möchtest, wie stark sich Deine Gedanken auf Deinen Körper auswirken, stelle Dir einmal vor in eine Zitrone zu beißen. Stelle es Dir so gut es geht und möglichst intensiv vor. Vielleicht hat das Deinen Speichelfluss angeregt oder Du hast sogar das Gesicht verzogen? Deine Gedanken haben also direkten Einfluss auf Deinen Körper! Wichtig dabei ist die aktive bildliche Vorstellung. Stelle dir also beispielsweise vor Deinem inneren Auge vor, wie du eine Zigarette ablehnst, wie Du fitter und vitaler durch den Alltag gehst oder wie Du Situationen meisterst, in denen andere rauchen. Versetze Dich in die positiven Gefühle hinein, die Dir diese neu gewonnene Freiheit schenken wird. Baue Sätze wie: „Ich brauche keine Zigaretten“, „Ich schaffe es aufzuhören“ oder „Zigaretten schmecken fürchterlich“ in Deine Vorstellung ein und wiederhole sie mehrmals täglich, um Dich selbst davon zu überzeugen. Falls Dir das schwer fallen sollte oder Du es anfangs vergisst, schreibe die Sätze auf und lies sie regelmäßig – bis sie in Deinem Bewusstsein angekommen sind.

Setze Dir klare Ziele

Setze Dir ein Ziel

Falls Du Dich beim Lesen bis hierhin wiedererkannt hast, ist es höchste Zeit Deine Einstellung zu ändern und Dein neues rauchfreies Leben anzupacken. Denn neben der Vorstellungskraft, brauchst Du konkrete Ziele. Nur wer ein Ziel hat, kommt auch dort an. Du solltest für Dich selbst klar festlegen, was Du erreichen willst. Ein Beispiel: Das Ziel „ Ich möchte nicht mehr rauchen“ hat gleich mehrere Probleme in seiner Formulierung. Es ist zu ungenau und lässt Dir zu viel Spielraum. Dieser Spielraum kann unterbewusst umgangen werden und dazu führen, dass Du Dein Ziel nicht erreichst. Du solltest Dein Ziel so aussprechen, dass es spezifisch ist, attraktiv auf Dich wirkt, zeitlich festgelegt und realistisch ist. Besser wäre also: „Ich rauche heute meine letzte Zigarette, um meiner Gesundheit etwas Gutes zu tun und bin mir sicher auch keine Zigaretten mehr zu brauchen.“ Sobald Du erstmal genau weißt, was du erreichen möchtest, fällt Dir die Umsetzung direkt leichter. Du weißt genau wohin und wofür Du arbeitest.

 

Erkenne die Vorteile 

Um das Rauchen Aufhören für Dich selbst attraktiv zu machen, hilft es den Rauchstopp nicht als Belastung, sondern vielmehr als Gewinn zu sehen. Bringt Rauchen aufhören Vorteile? Oh ja, und zwar viele. Mache eine ganz persönliche Liste, mit allen Vorteilen, die Dir ein rauchfreies Leben bietet: Ein gesünderer Körper und Geist, mehr Vitalität im Alltag, mehr Zeit und Geld, keine stinkenden Finger und so weiter. Die Liste der Vorteile ist endlos, wogegen die Argumente für das Rauchen vielmehr Einbildung als Realität sind. Mit dem Bewusstsein über die positiven Aspekte, ist schon die erste Hürde gemeistert. Erinnere Dich in schwachen Momenten daran, warum Du aufgehört hast.

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Wie alles im Leben, wollen auch die richtige Einstellung und Denkweise geübt werden, um Dir nützlich zu sein. Hierbei findet der englische Begriff „mindset“ immer mehr Einzug in unseren Sprachgebrauch. „Mindset“ bedeutet so viel wie Denkweise, ist aber von der Wortherkunft sehr treffend. Während „mind“ mit Verstand, Geist oder Meinung übersetzt werden kann, bedeutet „set“ etwa einstellen oder festlegen. Es geht also darum, sich aktiv mit seiner Gedankenwelt auseinanderzusetzen und schwache, hinderliche Gedanken durch starke, motivierende Gefühle und Einstellungen auszutauschen. Versuche dabei jedes Mal, wenn negative Gedanken aufkommen, zu überlegen, wie Du sie in Positive verwandeln kannst. Zum Beispiel kennen viele Raucher folgendes Gefühl: „ Ich fühle mich angespannt und brauche jetzt eine Zigarette“. Hier ist umdenken angesagt: „ Ich weiß, dass mich Zigaretten nicht wirklich entspannen. Ich rauche nicht, kann stolz auf mich sein und fühle mich langfristig besser!“ Du wirst sehen, wie hilfreich Dir eine positive Einstellung beim Rauchen aufhören und auch in anderen Lebenslagen sein wird. Verhindere eine Suchtverlagerung hin zu mehr Essen oder Ersatzpräparaten wie Kautabletten. Rauchfrei durch Kautabletten ist wenn überhaupt nur durch eine gute professionelle Unterstützung oder die Einbettung in ein entsprechendes Nichtrauchreprogramm mit Erfolg möglich. Genauso verhält es sich mit Akupunktur gegen Rauchen oder der Rauchfrei Spritze. Der vielleicht wichtigste Aspekt beim Rauchen aufhören ist, nicht nur Deinen Körper, sondern auch Dein Gehirn, davon zu überzeugen, keine Zigaretten mehr zu brauchen. Denn Rauchen aufhören beginnt im Kopf. 
 

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Alexander Seifried

Alexander versteht es durch seine Tätigkeit als Fitnesstrainer Menschen zu motivieren und an ihr Ziel zu begleiten. Sport und gesunde Ernährung sind seine Leitprinzipien. Rauchen passt hier einfach nicht dazu. Seine Kenntnisse und Erfahrungen in Gesundheitsfragen möchte er gerne mit Dir teilen.