Die Tricks der Zigarettenindustrie - wie sie dich belügen


Aufgewachsen mit den rauchenden Cowboys, coolen Hollywoodstars und den Werbeikonen, die lässig eine Kippe im Mundwinkel haben. Diese und andere Werbetricks der Tabakindustrie lassen das Rauchen in und erstrebenswert erscheinen. Obgleich Dir die Manipulationen durch Werbung bekannt sind, nutzt die Zigarettenindustrie weitere Tricks um Dir das Geld aus der Tasche zu ziehen. Welche das sind und wie viel Umsatz die Tabakindustrie dadurch macht, erfährst du hier in diesem Artikel.

von Alena Fricker


Werbung als Animation

Der wohl offensichtlichste Trick der Zigarettenindustrie zum Kauf von Zigaretten zu animieren ist die Zigarettenwerbung (Verlinkung setzen). Diese hat sich in den letzten 60 Jahren stark verändert. Gegenwärtig sind vor allem junge Frauen in entspannten Alltagssituationen in den Werbespots vertreten, was vor allem die Zielgruppe der Jugendlichen und Frauen treffen soll. Diese gehören immer noch zu den größten Gruppen der Nichtraucher. Diese Art der Manipulation ist Dir vielleicht bewusst und Du findest sie nicht schlimm, denn Du entscheidest immer noch selbst, ob Du der gezeigten Realität Glauben schenken willst. Doch der viel schlimmere Betrug der Tabakindustrie ist die Verleumdung der Gesundheitsgefährdung durch das Rauchen.

 

Die Zigarettenindustrie für Verbraucherbetrug angeklagt

Dass diese durchaus relevant ist zeigt der Fall von 2004, in dem die Zigarettenindustrie in den USA wegen 50 Jahre langem Betrug an den Verbrauchern angeklagt wurde. Hauptvorwurf war dabei eine Verschwörung der Unternehmen, durch die den Verbrauchern die Gesundheitsrisiken durch das Rauchen verschwiegen wurden. Bereits 1953 soll es laut des amerikanischen Justizministeriums Absprachen für eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit zwischen den Tabakkonzernen gegeben haben. Diese dienten dem Zweck den Zusammenhang zwischen Krebs und Rauchen nur als öffentliche Kontroverse darzustellen und nicht als ernsthafte, bereits belegte Bedrohung. 

 

Anklage gegen Zigarettenindustrie - zurecht?

Tabakindustrie will Schein wahren 

Doch die Zigarettenunternehmen gingen sogar noch weiter. 2005 veröffentlichten Wissenschaftler aus London einen Bericht der belegte der weltweit größte privatwirtschaftliche Hersteller von Tabakprodukten bereits seit drei Jahrzehnten die gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Zigaretten untersucht. Die Ergebnisse, welche einen klaren Zusammenhang zwischen Krebs und Rauchen belegten, verheimlichten sie jedoch. Des Weiteren geht aus der internen Korrespondenz des Unternehmens hervor, dass Wissenschaftler dafür bezahlt wurden Studienergebnisse als nicht beweiskräftig auszulegen oder gar zu fälschen, so dass die Kontroverse über die Gesundheitsgefährdung aufrechterhalten worden konnte. Laut des US-amerikanischen Justizministeriums sei dies eindeutig Betrug. Auch die schwerwiegenden Folgen des Passivrauchens wurden, laut des Berichts, von der Tabakindustrie Jahre lang heruntergespielt. Aus dem Bericht geht hervor, dass die von bestimmten Unternehmen der Tabakindustrie beauftragte Forschungseinrichtung über 800 wissenschaftliche Arbeiten über die Auswirkungen von Passivrauchen verfasst hat. Diese Ergebnisse wurden jedoch nicht klar an den Verbraucher weitergeben, sondern sehr abgemildert und bruchstückhaft in einer Pressemitteilung veröffentlicht.

 

Umsatzsteigerung auf Kosten der Verbraucher?

Umsatz der Zigarettenindustrie in Deutschland steigt – aber auf wessen kosten?

Aus der Sicht der Zigarettenindustrie gibt es allen Grund diese Ergebnisse zu verheimlichen, denn die größte Sorge ist, dass die Raucher auf Grund der enormen Gesundheitsgefährdung aufhören zu Rauchen.

  • 2019 erwirtschaftete die Tabakindustrie 22,5 Milliarden Euro in Deutschland, was bisher den größten Umsatz seit 1979 darstellt. 

  • Die Steigerung des Umsatzes von 20,5 Milliarden Euro 2016 wird durch das Einführen von E-Zigaretten und deren Produkten erklärt. 

  • Die größten Marktanteile halten Philip Moris (Marlboro, L&M etc.) mit circa 37 % und Reemtsma (West, Gauloises etc.) mit circa 23 %. 

Fazit

Ob Du der Zigarettenindustrie in Sachen Gesundheitsbewertung noch Vertrauen schenkst, bleibt letzten Endes Dir überlassen. Du solltest Dir jedoch genau ansehen, woher die Informationen kommen und wer für deren Entstehung bezahlt hat. Letztlich bleibt Dir nur der endgültige Rauchstopp, um auf der sicheren Seite zu stehen.

 

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Alena Fricker

Alena begeistert das Thema Ernährung und Gesundheit schon seit vielen Jahren beruflich, als auch privat. Nach ihrem erfolgreichen Studium der Ernährungswissenschaft, ist sie nun in der Wissenschaft und Forschung tätig. Als Pilatestrainerin ist sie es gewohnt zu motivieren und anderen zu helfen, stets ihr Bestes zu erreichen. Ihr fachliches Wissen und ihre Motivation, selbst den healthy lifestyle -natürlich ohne Rauchen- zu leben, möchte sie hier mit euch teilen.

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