Mann steigt Treppe
Raucherbein & Symptome: Schmerzen in den Beinen

Was ist das Raucherbein?

Der Begriff Raucherbein steht umgangssprachlich für den medizinischen Begriff „periphere arterielle Verschlusskrankheit“ (pAVK) in den Beinen. Diese kann zwar auch in den Armen und Händen auftreten, zeigt sich jedoch häufiger in den Beinen. Der Ausdruck hat sich etabliert, da Rauchen den Hauptrisikofaktor für eine pAVK darstellt. In Deutschland leiden schätzungsweise 4,5 Millionen Menschen an den Folgen einer PAVK – 90 % davon gehen auf die Rechnung des Tabakkonsums. Die pAVK entsteht durch eine Gefäßverkalkung. Dadurch werden die Blutgefäße verengt und verlieren an Elastizität. Durch diese Engstellen der Blutgefäße werden die Beine nicht mehr ausreichend mit Blut und somit auch mit Sauerstoff versorgt.

 
Diese Gefäßverschlusskrankheit wird in verschiedene Schweregrade eingeteilt. Selbst im frühen Stadium sind bereits Engstellen in den Blutgefäßen vorhanden. Allerdings führt die Erkrankung in diesem frühen Stadium gefährlicherweise noch keine Beschwerden hervor. Unbehandelt schreitet der Verlauf jedoch schnell fort. Betroffene klagen dann auch über entsprechende Symptome. Dies sind insbesondere Schmerzen in den Beinen bei einer möglichen Gehstrecke von wenigen hundert Metern. Die pAVK bzw. das Raucherbein wird deshalb auch umgangssprachlich als Schaufensterkrankheit bezeichnet, da es den Anschein erwecken kann, als wollten Betroffene an einem Schaufenster stehen zu bleiben. In Wirklichkeit zwingt Sie jedoch das Raucherbein zu einer Pause. Im weiteren Verlauf der Krankheit sind auch kurze Gehstrecken oft nicht mehr ohne Beschwerden möglich. In fortgeschrittenem Krankheitsstadium, müssen Medikamente verabreicht werden, um die Fließeigenschaften des Blutes zu verbessern und das Raucherbein wieder besser mit Sauerstoff zu versorgen. Im schlimmsten Fall kommt es beim Raucherbein sogar zur Bildung von Geschwüren und dem Verfaulen des Gewebes. In diesem Fall muss häufig operiert werden. Bei bereits abgestorbenem Gewebe, kann sogar eine Amputation notwendig werden.

Buchstaben RISK
Risiko Rauchen, sowie Übergewicht und Bewegungsmangel
 

Rauchen als Risikofaktor Nummer eins

Rauchen ist der Risikofaktor Nummer eins für die Ausbildung einer Gefäßverengung und begünstigt damit die Entstehung einer pAVK enorm. Raucher leiden ungefähr 3x so häufig an Durchblutungsstörungen wie Nichtraucher. Die gute Nachricht: Es ist nie zu spät um mit dem Rauchen aufzuhören. Wer die Reißleine zieht, senkt das Risiko einer Erkrankung auch nach vielen Raucherjahren deutlich! Dies gilt im Übrigen nicht nur für das Raucherbein, sondern auch für viele andere Raucherkrankheiten

Das macht es noch schlimmer

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Wie wichtig ist Dir Deine Gesundheit? Mache hier das Gesundheitsquiz und denke darüber nach:

 

Rauchen ist zwar die wichtigste Ursache des Raucherbeins, jedoch nicht die Einzige. Auch ein erhöhter Blutdruck, erhöhte Blutfette, Übergewicht und ein inaktiver Lebensstil leisten ihren Beitrag zur Krankheitsentstehung. Umgekehrt leiden Betroffene Raucher auch an den genannten Begleiterkrankungen. Somit können diese Symptome und Krankheitsbilder sowohl Ursache als auch Folge der pAVK sein und Deiner Gesundheit noch zusätzlich schaden. Ebenso wie die Frühstadien des Raucherbeins, bleiben auch diese Faktoren oft lange unerkannt und erhöhen darüber hinaus das Risiko für viele weitere Krankheiten wie z.B. Herz-Kreislauferkrankungen, Schlaganfall oder Nierenerkrankungen. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Über 75% der Patienten mit einem Raucherbein sterben an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. Gut sichtbare Hinweise auf die Entstehung des Raucherbeins sind blasse oder bläuliche Haut an den Beinen, gewölbte Nägel und eine schlechte Wundheilung an Füßen und Beinen. Solltest Du schon an den genannten Begleiterkrankungen leiden, kann dies auf eine pAVK hindeuten. Ein Besuch beim Arzt hilft dabei, Dich genau darüber aufzuklären.

Ablehnende Handhaltung gegenüber angebotenen Zigaretten
Sag nein zum Rauchen
 

Was Du tun kannst

Die beste Möglichkeit eine Krankheit zu heilen, ist sie gar nicht entstehen zu lassen. Daher sollte man die Risikofaktoren meiden. Nichtrauchen, Bewegung und eine ausgewogene Ernährung senken das Risiko bereits um ein Vielfaches. Regelmäßige Kontrollen der Blutfette und des Blutdrucks können helfen, das Risiko einzuschätzen. Bei Übergewicht sorgt auch eine Gewichtsabnahme dafür, das Risiko einzuschränken. Da es im Krankheitsverlauf des Raucherbeins zunehmend schwerer wird sich ausreichend zu bewegen, ist eine rechtzeitige Änderung der Gewohnheiten in Bezug auf Bewegung und Tabakkonsum besonders wichtig. Wie Du siehst, ist die Entstehung des Raucherbeins zu großen Teilen von Deinem Lebensstil abhängig. Schaffe jetzt den Rauchstopp und verhindere damit nicht nur zahlreiche Krankheiten, sondern verbessere auch Dein Wohlbefinden und deine Leistungsfähigkeit. 

 

Fazit

Die Tatsache, dass bereits Krankheitsbilder nach dem Rauchen benannt werden, sollte eindrücklich klarmachen, wie groß der Schaden der Glimmstängel auf unsere Gesundheit wirklich ist. Rauchen schadet der Gesundheit, und zwar in jeder Hinsicht. Warum rauchst du trotzde?  Schütze Dich also selbst vor einer Vielzahl von Krankheiten und sag nein zum Raucherbein.