Mann raucht
Rauchen aufhören mit Tipps vom Profi
 

Vorbereitung ist die halbe Miete

1. Richtigen Zeitpunkt wählen für die Rauchentwöhnung

Sicherlich kennst Du das Problem oder die Ausrede einfach nicht den richtigen Zeitpunkt für den Rauchstopp zu finden. Wichtig ist, dass Du Dich für das Aufhören stark und ausgeruht fühlst. Wähle daher am besten eine stressfreie Zeit, z.B. im Urlaub. Wichtig ist, dass Du nicht Mal um Mal neue Ausreden findest und damit den Termin immer weiter vor Dir herschiebst. Mache Dir zum Beispiel zum Ziel einen Termin in den nächsten 4 Wochen zu finden. Du solltest beachten, dass die Sucht immer mehr Macht über Dich einnimmt, je länger Du den Rauchstopp hinauszögerst. Zumal die Folgen des Rauchens immer mehr Ausmaß annehmen, je länger Du die Raucherentwöhnung aufschiebst. Denke immer daran, dass der Rauchstopp eine Chance für Dich darstellt! Du hast nichts zu verlieren wenn Du dem Glimmstängel Lebe wohl sagst – nur zu gewinnen!

  

2. Hilfe ins Boot holen, um rauchfrei zu werden

Sich Hilfe und Unterstützung, auch professioneller Art, zu suchen, ist sehr sinnvoll und wesentlich für einen erfolgreichen Rauchstopp. Mit gezielten Rauchfrei-Programmen wirst Du professionell aus der Abhängigkeit ans Ziel geführt. Rauchen aufhören mit Tipps vom Profi ist deutlich erfolgsversprechender als im Alleingang. Vorsicht ist hier bei unseriösen Anbietern für Rauchentwöhnung geboten, wie es z.B. oftmals bei Hypnose der Fall ist. Gerade für die Raucherentwöhnung durch Hypnose konnten langfristige Erfolge in Studien nicht nachgewiesen werden. Nichtraucher in 120 Minuten hört sich verführerisch an, ist aber mit Vorsicht zu genießem. Auch die Unterstützung von Freunden, Bekannten, Familie aber auch von fremden Mitstreitern ist ein wesentlicher Pfeiler in der erfolgreichen Rauchentwöhnung. Sich mit Gleichgesinnten z.B. in Foren über Probleme und Ängste auszutauschen, kann sehr gut tun. Außerdem je mehr Menschen von Deinen Plänen aufzuhören wissen, umso eher wirst Du die Umsetzung auch realisieren. Falls notwendig kannst Du Dir auch noch medikamentöse Unterstützung, z.B. Nikotinersatz holen, was oftmals aber auch nicht notwendig ist.

3. Alte Gewohnheiten über Bord werfen und Nichtraucher werden!

Zigarettenschachtel und Feuerzeug
Erster Schritt: Verbanne alle Rauchutensilien aus Deinem Umfeld

Bevor Du den Rauchstopp durchziehst, solltest Du restlos alle Rauchutensilien wegwerfen. So kommst Du schon gar nicht mehr in Versuchung und kannst einen Rückfall vermeiden. Überlege Dir wann Du routinemäßig rauchst. Das kann zum Beispiel die Zigarette zum Kaffee sein, das Rauchen beim Autofahren, Telefonieren oder in der Kneipe mit Freunden oder aber die übliche Verdauungszigarette nach dem Essen. Mache Dir am besten eine Liste solcher Situationen, in denen Du üblicherweise rauchst, vielleicht sogar fast ohne es bewusst zu bemerken. So weißt Du genau über kritische Situationen Bescheid und kannst mit diesen besser umgehen.

image gadget

Bist Du von der Zigarette abhängig? Mache hier kostenfrei den Test und erhalte Tipps für einen erfolgreichen Rauchstopp:


Die erste Woche nach dem Rauchstopp meistern

4. Ablenkung finden

Die ersten Tage nach dem Rauchstopp solltest Du bereits im Voraus genau planen. Stelle Dir am besten genaue Tagespläne auf, nach denen Du vorgehst. Beginnend mit dem Aufstehen, Frühstücken etc.. Stress solltest Du in diesen Tagen bewusst aus dem Weg gehen. Du weißt sicher am besten selbst, was Dich leicht auf die Palme bringen kann.

Gerade in der Anfangsphase solltest Du außerdem Menschen, Orte und Situationen meiden, die Dich mit dem Rauchen verbinden und die Dich dazu animieren. Außerdem solltest Du Dir Dinge überlegen, mit denen Du Dich ablenken kannst, wenn Du sonst immer geraucht hast. Das kann Kaugummi kauen sein, ein Glas Wasser trinken, tief durchatmen, eine Entspannungsübung machen, sich bewegen, Musik hören oder eine neue Aufgabe in Angriff nehmen. Solche Alternativen und Ablenkungsmöglichkeiten können Dir helfen über akutes Raucherverlangen hinwegzukommen. Generell solltest Du Dir dabei immer wieder die positiven Effekte Deines Rauchstopps vor Augen führen und Dich so motivieren. Du siehst: Rauchen aufhören mit Tricks an der passenden Stelle geht sicherlich viel leichter von der Hand. 

5. Mit Entzugserscheinungen umgehen Lernen

Als Raucher ist Dein Körper an das ständige Füttern mit Nikotin gewöhnt. Natürlich schreit er danach, wenn er es nicht mehr bekommt. Dies kann sich durch Entzugssymptome wie Reizbarkeit und Unruhe bemerkbar machen. Die Angst davor solltest Dich aber nicht dominieren oder gar blockieren. Mit dem Wissen, dass diese Entzugssymptome beim Rauchstopp meist nur von kurzer Dauer sind, und in der Regel nach spätestens 10 Tagen weitgehend abklingen, wirst Du auch diese Phase problemlos meistern! Teste vorab Deine Nikotinabhängigkeit.

6. Sich belohnen fürs Nichtrauchen

Natürlich darf die Belohnung beim Rauchen aufhören für Dein Durchhalten gerade in den ersten Tagen nicht zu kurz kommen. Auch das sind wichtige Nichtraucher Tipps. Von dem Geld, das Du nicht mehr für Zigaretten ausgibst, kannst Du Dir eine schöne Belohnung gönnen. Hierfür kannst Du Dir etwas ganz Individuelles ausdenken. Zum Beispiel Essen gehen mit dem Partner/der Partnerin, ein wohltuender Besuch in der Therme, ein entspannter Abend bei Musik oder einem guten Buch. Lasse Deiner Fantasie freien Lauf!

image gadget

Wie wichtig ist Dir Deine Gesundheit? Mache hier das Gesundheitsquiz und denke darüber nach:



7. Gesunde Ernährung und Sport sind bei der Raucherentwöhnung wichtig

Oftmals besteht die Angst nach dem Rauchstopp an Gewicht zuzulegen. Dies muss nicht zwangsläufig der Fall sein, wenn Du einige Nichtraucher Tipps beachtest. Rauchen aufhören mit Tipps von Erfahrenen macht den Weg deutlich leichter. Natürlich ist es so, dass der Stoffwechsel durch den Mangel an Nikotin verlangsamt wird, also weniger Energie verbrannt wird und Du entsprechend weniger Kalorien zu Dir nehmen solltest. Dies zu wissen, ist eine wichtige Grundvoraussetzung. Du solltest darauf verzichten Dich mit Essen abzulenken oder zu belohnen. Nutze den Rauchstopp dazu Dich auf Deine Gesundheit zu konzentrieren. Mache jeden Tag einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft und versuche Sport und Rauchstopp in Deinen Alltag einzubauen, auch dies kann Ablenkung darstellen und gegen Entzugserscheinungen wie Gereiztheit helfen. Außerdem hebt die körperliche Bewegung die Stimmung und entspannt. Stelle Dir anstatt Schokolade Gemüse bereit, das Du zur Ablenkung knabbern kannst. Bei Heißhunger auf Süßes gibt es auch kalorienärmere Alternativen. Entsprechende Nichtraucher Tipps rund um Sport und gesunde Ernährung kannst Du Dir in unseren RendoFit Videos holen.

Dauerhaft rauchfrei bleiben als größte Herausforderung

8. Du kannst nicht immer gut gelaunt sein!

Nach dem Rauchstopp dauerhaft den Glimmstängel links liegen zu lassen, ist die größte Herausforderung. Doch auch diese kannst Du meistern. Grundsätzlich solltest Du Dir darüber im Klaren sein, dass niemand permanent gut gelaunt durch die Welt geht. Dies ist ganz normal. Auf Stimmungstiefs, die Dich einholen werden, besonders weil das „Glückshormon“ Nikotin ausbleibt, solltest Du Dich einstellen. Versuche positiv zu denken, belohne Dich mit Deinen Alternativen und halte durch! Sollte der Nikotinentzug zu schwer für Dich werden und Symptome wie Nervosität, Gereiztheit bis zur Aggressivität, Konzentrations- oder Schlafstörungen sehr stark werden, gibt es auch die Möglichkeit einer unterstützenden Nikotinersatztherapie, z.B. mittels Nikotinpflaster. Zum Thema Nikotinersatz und Nikotinpflaster solltest Du Dich unbedingt von einem Arzt oder Apotheker persönlich beraten lassen. Aber mache Dir keinen Kopf, bei vielen Rauchern sind die Symptome des Entzugs gering und nach ein bis maximal zwei Wochen flachen diese sehr stark ab. Nach 10-12 Wochen ohne Rauchen wirst Du sehen, dass Du das Gröbste hinter Dir hast.
Hand hält eine Zigarette senkrecht hoch
Nur eine kleine Zigarette - wie Du mit Rückschlägen umgehst


  

9. Ohne Suchtgedanken leben

Typische Suchtgedanken wie „ohne meine Zigaretten komme ich mit dem Stress nicht klar“ solltest Du beiseite räumen. Gerade das Nikotin ist es, welches Dich gereizt und unkonzentriert macht. Diese Nichtraucher Tipps solltest Du verinnerlichen und Dir immer wieder vor Augen führen. Denke daran, dass jeder Nichtraucher auch ohne Zigaretten erfolgreich und zufrieden sein kann. Das kannst Du auch!
Sicherlich wirst Du nach dem Aufhören mit dem Rauchen trotzdem immer wieder den Gedanken hegen Dir eine Zigarette anzuzünden – die Anhängigkeit ist im Suchtgedächtnis quasi gespeichert. Im schlimmsten Fall wirst Du es vielleicht sogar wirklich tun und zündest Dir einen Glimmstängel an. Falls es dazu kommen sollte, darfst Du die Flinte nicht ins Korn werfen. Ein einmaliger Ausrutscher ist noch kein Beinbruch und kommt bei vielen Rauchern bzw. frischgebackenen Nichtrauchern vor. Wenn Du danach weiterhin konsequent auf das Rauchen verzichtest, das Nichtrauchen wieder bewusst „übst“ und Dein Ziel dauerhafter Nichtraucher zu werden fest im Blick hältst, wirst Du es schaffen!

10. Jeder kleine Schritt ist ein Gewinn!

Den Rauchstopp geschafft zu haben und endlich rauchfrei zu sein, ist eine große Leistung, auf die Du mit Recht stolz sein kannst! Freue Dich über jede Situation und jeden Tag, an dem Du stark bleibst und denke immer an die positiven Wirkungen Deines neuen rauchfreien Lebens. Glaube an Dich und stehe fest hinter Deinem Entschluss den Ausstieg dauerhaft zu schaffen! Du wirst sehen, dass Dir das Leben ohne Zigarette von Tag zu Tag leichter fallen wird - bis Du Dich irgendwann fragst, wie Du überhaupt einmal rauchen konntest! Denn das Leben ohne Zigarette ist so wunderschön frei!